Zimtbär (Phragmatobia fuliginosa)

Phragmatobia fuliginosa fliegt in zwei Generationen

Name

Zimtbär (Phragmatobia fuliginosa)

Familie

Bärenspinner (Erebidae)

Körpergröße

Spannweite 30–35 mm

Merkmale

Der Zimtbär ist ein mittelgroßer Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von 30 bis 35 mm. Die Vorderflügel sind zimtbraun bis rotbraun gefärbt und zeigen ein charakteristisches, schwarzes Fleckenmuster. Die Hinterflügel leuchten auffällig rosarot bis orangerot mit dunklen Flecken, was beim ruhenden Tier zunächst verborgen bleibt. Der Körper ist dicht behaart und wirkt robust; Kopf und Thorax erscheinen bräunlich, der Hinterleib zeigt die typische rote Grundfärbung mit schwarzen Punkten. Diese kontrastreiche Färbung dient als Warnsignal gegenüber Fressfeinden.

Lebensraum

Der Zimtbär besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen: Wiesen-Biotope, Heidegebiete, Waldränder, Magerrasen sowie Siedlungsbereiche zählen zu seinen bevorzugten Aufenthaltsorten. Die Art ist als Kulturfolger bemerkenswert anpassungsfähig und kommt von der Tiefebene bis in mittlere Gebirgslagen vor. Als nachtaktiver Falter fliegt der Zimtbär in zwei Generationen pro Jahr: Die erste Generation ist von April bis Juni anzutreffen, die zweite von Juli bis August.

Besonderheiten

Der Zimtbär gilt derzeit als noch recht häufig und ist in geeigneten Lebensräumen weit verbreitet, steht also nicht auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Die Raupen ernähren sich polyphag von verschiedenen krautigen Pflanzen, darunter Wegerich, Ampfer und Löwenzahn, was zur ökologischen Flexibilität der Art beiträgt. Auffällig ist das Verhalten der Raupen, die sich bei Gefahr zu einem Knäuel zusammenrollen – ähnlich wie viele andere Bärenspinner. Die Überwinterung erfolgt als Raupe. Verwechslungen sind mit verwandten Arten der Gattung Phragmatobia möglich, im mitteleuropäischen Raum ist der Zimtbär jedoch die häufigste Vertreterin dieser Gattung.