Zimtbär (Phragmatobia fuliginosa)

Die Raupen vom Zimtbär ernähren sich polyphag

Name

Zimtbär (Phragmatobia fuliginosa)

Familie

Bärenspinner (Erebidae)

Körpergröße

Spannweite 28–38 mm; Raupenlänge bis 40 mm

Merkmale

Der Zimtbär ist ein mittelgroßer Nachtfalter mit charakteristisch zimtbraun-rötlichen Vorderflügeln, die feine dunkle Punkte oder Flecken tragen. Die Hinterflügel sind leuchtend rot bis rosaorange gefärbt und zeigen schwarze Flecken, die im Ruhezustand verborgen bleiben. Der Körper ist kräftig behaart und ebenfalls rötlich-braun getönt. Die Raupen sind dunkel graubraun bis schwarzbraun mit dichten, langen Haarbüscheln bedeckt, was ihnen ein zottiges Erscheinungsbild verleiht. Sie erreichen eine Länge von etwa 35–40 mm.

Lebensraum

Der Zimtbär besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen, darunter Waldränder, Wiesen, Gärten, Ruderalflächen und Feuchtgebiete. Als ausgesprochen anpassungsfähige Art kommt er nahezu im gesamten Bundesgebiet vor. Die Falter fliegen in zwei Generationen pro Jahr: Die erste Generation ist von April bis Juni aktiv, die zweite von Juli bis September. Die Raupen der ersten Generation sind von Juni bis Juli anzutreffen, jene der zweiten Generation ab September, wobei letztere als Raupe überwintern.

Besonderheiten

Eine bemerkenswerte Besonderheit des Zimtbären ist seine Überwinterungsstrategie: Die Raupen der Sommergeneration überwintern im Raupenstadium und setzen ihre Entwicklung erst im folgenden Frühjahr fort, um sich dann im April zu verpuppen. Die Art ernährt sich polyphag, also von einer Vielzahl an Pflanzen, darunter Brombeere, Mädesüß und Löwenzahn, was ihre Verbreitung in unterschiedlichsten Habitaten begünstigt. Die leuchtend roten Hinterflügel dienen als Warnsignal gegenüber Fressfeinden. Der Zimtbär gilt in Deutschland als häufig und ungefährdet. Verwechslungen sind möglich mit dem nah verwandten Braunen Bär (Arctia caja), der jedoch deutlich größer und kontrastreicher gezeichnet ist.