Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus)

Celastrina argiolus Flügelunterseite

Name

Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus)

Familie

Bläulinge (Lycaenidae)

Körpergröße

Flügelspannweite 20–30 mm

Merkmale

Der Faulbaum-Bläuling gehört zu den zierlicheren Tagfaltern. Die Flügeloberseite der Männchen leuchtet in einem hellen, violett-blauen Ton mit schmalem dunklem Außenrand, während Weibchen breitere dunkle Randbinden aufweisen und insgesamt matter wirken. Besonders charakteristisch und namensgebend für den Titel ist die Flügelunterseite: Sie zeigt ein typisches Muster aus kleinen, unregelmäßig verteilten dunklen Punkten auf hellem, weißlich-grauem Grund. Dieses Merkmal ermöglicht eine zuverlässige Bestimmung im Feld und unterscheidet die Art von ähnlichen Bläulingen.

Lebensraum

Der Faulbaum-Bläuling besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen: Waldränder, Lichtungen, Heckensäume, Gärten und Heide-Biotope zählen zu seinen bevorzugten Aufenthaltsorten. Entscheidend ist das Vorhandensein geeigneter Raupenfutterpflanzen wie Faulbaum, Efeu, Kreuzdorn oder verschiedener Doldenblütler. Die Art ist in geeigneten Habitaten weit verbreitet und gilt als häufig. Die Flugzeit erstreckt sich von April bis September, wobei zwei Generationen pro Jahr ausgebildet werden – eine im Frühjahr und eine im Hochsommer.

Besonderheiten

Celastrina argiolus überwintert im Puppenstadium. Die Raupen leben teils versteckt in Blüten und Früchten ihrer Futterpflanzen, was sie schwer zu entdecken macht. Bemerkenswert ist die Anpassungsfähigkeit der Art an unterschiedlichste Pflanzenarten als Nahrungsgrundlage. Verwechslungen sind vor allem mit anderen kleinen Bläulingen möglich, etwa dem Hauhechel-Bläuling oder dem Kleinen Wanderbläuling – die charakteristische gepunktete Flügelunterseite von Celastrina argiolus hilft jedoch bei der sicheren Unterscheidung. Die Art gilt derzeit als nicht gefährdet.