Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus)

Polyommatus icarus Männchen

Name

Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus)

Familie

Bläulinge (Lycaenidae)

Körpergröße

Flügelspannweite 25–30 mm

Merkmale

Der Hauhechel-Bläuling zeigt einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Männchen sind oberseits leuchtend blau gefärbt, mit einem schmalen dunklen Außenrand und weißem Fransensaum. Weibchen hingegen sind überwiegend braun, oft mit einem bläulichen Schimmer an der Flügelbasis sowie einer Reihe orangefarbener Randflecken. Die Flügelunterseite ist bei beiden Geschlechtern graubraun mit charakteristischen schwarzen, weiß umrandeten Punkten und einer Reihe orangefarbener Submarginalflecken. Die Flügelspannweite beträgt 25 bis 30 mm.

Lebensraum

Der Hauhechel-Bläuling besiedelt ein breites Spektrum offener und halboffener Lebensräume. Er ist an Wegrändern, auf Magerwiesen, an Böschungen und Ruderalflächen anzutreffen, bevorzugt aber magere, blütenreiche Standorte mit Vorkommen seiner Raupennahrungspflanzen, vor allem Hornklee und Hauhechel. Die Art fliegt von April bis September und bildet dabei in der Regel zwei Generationen pro Jahr, wobei die zweite Generation im Hochsommer besonders häufig zu beobachten ist.

Besonderheiten

Der Hauhechel-Bläuling gilt als einer der häufigsten und anpassungsfähigsten Bläulinge Mitteleuropas. Die Raupen leben an verschiedenen Schmetterlingsblütlern und werden oft von Ameisen betreut, da sie eine zuckerhaltige Flüssigkeit absondern. Verwechslungen sind mit anderen Bläulingen möglich, etwa dem Himmelblau-Bläuling oder dem Silbergrünen Bläuling, die ähnlich gefärbt sind. Ein sicheres Unterscheidungsmerkmal liegt in der Musterung der Flügelunterseite. Die Art gilt in Deutschland derzeit als nicht gefährdet, profitiert jedoch von extensiv bewirtschafteten Flächen und leidet unter intensiver Landnutzung sowie dem Rückgang blütenreicher Magerstandorte.