Aurorafalter (Anthocharis cardamines)

Anthocharis cardamines: Lebensräume und Merkmale

Name

Aurorafalter (Anthocharis cardamines)

Familie

Weißlinge (Pieridae)

Körpergröße

Spannweite 38–48 mm

Merkmale

Der Aurorafalter zeigt einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Beim Männchen leuchten die Vorderflügelspitzen in einem markanten Orange, das der Art ihren Namen eingebracht hat – ein unverwechselbares Erkennungsmerkmal. Die Unterseite der Hinterflügel ist bei beiden Geschlechtern grün-weiß marmoriert und dient als hervorragende Tarnung auf Blüten. Die Weibchen hingegen haben nahezu komplett weiße Vorderflügel mit lediglich schwachen dunklen Zeichnungen und ähneln damit auf den ersten Blick anderen Weißlingen. Die Flügelunterseite zeigt bei beiden Geschlechtern ein charakteristisches grünliches Mosaikmuster.

Lebensraum

Der Aurorafalter besiedelt eine Vielzahl halboffener Lebensräume: blütenreiche Wiesen, Waldlichtungen, Wegränder, Heckenstreifen und Parkanlagen gehören ebenso dazu wie feuchte Talwiesen und Bachränder, wo seine Raupennahrungspflanzen wachsen. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet. Die Flugzeit erstreckt sich von April bis Juni, wobei die Männchen meist einige Tage früher erscheinen als die Weibchen.

Besonderheiten

Der Aurorafalter bildet nur eine Generation pro Jahr. Die Überwinterung erfolgt im Puppenstadium, was für Tagfalter vergleichsweise selten ist. Als Raupennahrungspflanzen dienen ausschließlich Kreuzblütler, vor allem Wiesenschaumkraut und Knoblauchsrauke. Die Raupen sind grün gefärbt und dadurch gut getarnt. Verwechslungen sind beim Männchen kaum möglich, da kein anderer heimischer Tagfalter die charakteristischen orangefarbenen Flügelspitzen trägt. Weibchen können mit dem Rapsweißling oder ähnlichen Weißlingen verwechselt werden. Die Art gilt in Deutschland derzeit als nicht gefährdet, ist jedoch auf strukturreiche Landschaften mit ausreichend Kreuzblütlern angewiesen.