Aurorafalter (Anthocharis cardamines)

Die Raupen vom Aurorafalter findet man an Kreuzblütlern (Brassicaceae)

Name

Aurorafalter (Anthocharis cardamines)

Familie

Weißlinge (Pieridae)

Körpergröße

Falter mit Spannweite 38–48 mm; Raupenlänge bis ca. 30 mm

Merkmale

Die Raupe des Aurorafalters ist schlank und graugrün gefärbt, mit einer hellen Seitenlinie und feiner dunkler Zeichnung, die eine gute Tarnung an den Futterpflanzen ermöglicht. Der fertige Falter ist unverkennbar: Das Männchen trägt auf den Vorderflügeln einen leuchtend orangeroten Fleck, der namensgebend wirkt und an das Morgenrot erinnert. Das Weibchen hingegen ist unauffälliger weiß mit schwärzlicher Flügelspitzenzeichnung. Auf der Flügelunterseite zeigen beide Geschlechter ein charakteristisches grün-weißes Mosaikmuster.

Lebensraum

Der Aurorafalter besiedelt Waldränder, Hecken, Feuchtwiesen, Bachufer und krautreiche Wegränder – überall dort, wo geeignete Kreuzblütler (Brassicaceae) wachsen. Die Raupen sind von Mai bis Juli zu finden und ernähren sich bevorzugt von Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) und Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis). Die Falter selbst fliegen von März bis Juni und gehören damit zu den ersten Tagfaltern des Jahres.

Besonderheiten

Eine bemerkenswerte Eigenheit der Raupe ist die Konkurrenz unter Artgenossen: Findet eine Raupe eine andere an derselben Pflanze, frisst sie diese kurzerhand auf, um sich alleinigen Zugang zur Nahrungsquelle zu sichern. Zur Verpuppung begibt sich die Raupe in Bodennähe und überwintert im Puppenstadium. Der Aurorafalter gilt als weit verbreitet und nicht gefährdet, ist jedoch auf eine gute Verfügbarkeit seiner Nahrungspflanzen angewiesen. Verwechslungen sind beim Männchen kaum möglich, beim Weibchen könnte eine Verwechslung mit anderen Weißlingen wie dem Resedaweißling (Pontia daplidice) auftreten.