Pappelschwärmer (Laothoe populi)
Name
Pappelschwärmer (Laothoe populi)
Familie
Sphingidae (Schwärmer)
Körpergröße
Spannweite 70–100 mm
Merkmale
Der Pappelschwärmer ist ein kräftig gebauter Nachtfalter mit charakteristischer Färbung. Vorder- und Hinterflügel sind mausgrau oder braun gefärbt und weisen eine ausgeprägte Querbänderung auf, die eine gute Tarnung an Baumrinden und Totholz bewirkt. Auf den Hinterflügeln befindet sich ein auffälliger roter Fleck, der in der Ruhestellung von den Vorderflügeln verdeckt wird und daher zunächst unsichtbar bleibt. Die Fühler sind kurz und kammzähnig. In Ruhestellung hält der Falter die Flügel dachförmig über dem Körper, wobei die Hinterflügel oft etwas vor die Vorderflügel gezogen werden, was der Art ein ungewöhnliches, zerzaustes Erscheinungsbild verleiht.
Lebensraum
Der Pappelschwärmer besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen, sofern seine Raupenfutterpflanzen vorhanden sind. Er kommt in Parkanlagen, an Waldrändern, in Auwäldern sowie im Siedlungsgebiet vor. Entscheidend ist das Vorkommen von Pappeln (Populus) oder Weiden (Salix), an denen sich die Raupen bevorzugt entwickeln. Die Art fliegt von Mai bis September, wobei häufig zwei Generationen pro Jahr auftreten. Die Falter sind nachtaktiv und werden gelegentlich an künstlichen Lichtquellen beobachtet.
Besonderheiten
Zur Feindabwehr setzt der Pappelschwärmer eine bemerkenswerte Schreckstrategie ein: Wird er gestört, hebt er ruckartig die Vorderflügel an und enthüllt damit den leuchtend roten Fleck auf den Hinterflügeln. Dieses plötzliche Aufblitzen einer unerwarteten Farbe soll Fressfeinde wie Vögel erschrecken und den Falter so schützen. Die Raupen sind grün gefärbt und tragen schräge Seitenstreifen sowie einen charakteristischen Schwanzhorn am Hinterleibsende, das typisch für Schwärmerraupen ist. Verwechslungen sind am ehesten mit dem Kleinen Pappelschwärmer (Laothoe amurensis) möglich, der in Mitteleuropa jedoch sehr selten auftritt.