Pappelschwärmer (Laothoe populi)

Die Raupen vom Pappelschwärmer

Name

Pappelschwärmer (Laothoe populi)

Familie

Sphingidae (Schwärmer)

Körpergröße

Falter mit Spannweite 70–100 mm; Raupenlänge bis 70 mm

Merkmale

Die Raupe des Pappelschwärmers ist im ausgewachsenen Zustand kräftig gebaut und erreicht eine Länge von bis zu 70 mm. Sie ist überwiegend grün gefärbt, mit schrägen, gelblich-weißen Seitenstreifen und einem charakteristischen blaugrünen Schwanzhorn am Hinterleibsende. Die Grundfarbe kann gelegentlich bläulich oder gelbgrün variieren. Der Falter selbst besitzt eine graubraune, rindenmusterartige Flügeloberseite mit leicht rötlichen Hinterflügeln, die er bei Beunruhigung gut sichtbar spreizen kann. Die Flügelform ist unregelmäßig gebuchtet, was hervorragend zur Tarnung auf Baumrinde beiträgt.

Lebensraum

Der Pappelschwärmer besiedelt Laubwälder, Auwälder, Ufergehölze, Parks und Gärten – überall dort, wo Weiden (Salix) und Pappeln (Populus) als Nahrungspflanzen der Raupen vorkommen. Auch Salweide und Espe werden als Futterpflanzen genutzt. Die Raupen sind von Juli bis September zu finden. Der Falter fliegt in einer bis zwei Generationen von Mai bis August und ist dabei nachtaktiv.

Besonderheiten

Eine häufige Verwechslungsart im Raupenstadium ist das Abendpfauenauge (Smerinthus ocellata), das dieselben Lebensräume und ähnliche Futterpflanzen nutzt. Zur Unterscheidung dient unter anderem die Streifenzeichnung: Beim Pappelschwärmer sind die Schrägstreifen in der Regel kontrastreicher. Der Falter des Pappelschwärmers zählt zu den häufigeren heimischen Schwärmern und gilt derzeit als nicht gefährdet. Wie alle Schwärmer nimmt er als Falter keine Nahrung mehr auf, da sein Saugrüssel zurückgebildet ist. Die Verpuppung der Raupe erfolgt in der Erde, wo die Art als Puppe überwintert.