Berg-Vielfraßschnecke (Ena montana)
Name
Berg-Vielfraßschnecke (Ena montana)
Familie
Enidae
Körpergröße
Bis zu 17 mm (Gehäuselänge)
Merkmale
Ena montana besitzt ein schlankes, spindelförmiges Gehäuse, das typisch für die Familie der Enidae ist. Die Färbung ist meist hornbraun bis rotbraun, die Oberfläche wirkt leicht gerippt. Das Gehäuse ist rechtsgewunden und weist eine deutlich ausgeprägte Mündung auf. Mit einer Gehäuselänge von bis zu 17 mm ist die Berg-Vielfraßschnecke merklich größer als die ähnliche Kleine Vielfraßschnecke (Merdigera obscura), was eines der verlässlichsten Unterscheidungsmerkmale zwischen beiden Arten darstellt.
Lebensraum
Die Berg-Vielfraßschnecke bewohnt bevorzugt die höheren Lagen der Mittelgebirge, in Niedersachsen etwa den Harz. Vorkommen im Flachland sind deutlich seltener. Als typische Waldart hält sie sich überwiegend auf dem Waldboden auf, zwischen Laubstreu, Totholz und moosbedeckten Steinen. Bei feuchter Witterung klettert sie auch an Baumstämmen oder Felsen empor. Besonders aktiv ist Ena montana nachts sowie nach Regenfällen, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Eine strenge jahreszeitliche Erscheinungszeit ist nicht dokumentiert; aktive Tiere lassen sich von Frühjahr bis Herbst beobachten.
Besonderheiten
Ena montana ist eine eher unauffällige, nachtaktive Schnecke, die tagsüber gut versteckt unter Laub oder Rinde verborgen bleibt. Die Verwechslungsgefahr mit der kleineren Merdigera obscura ist hoch; neben der Größe helfen auch Gehäuseproportionen bei der Bestimmung. In der Roten Liste Deutschland gilt die Art als nicht gefährdet, ist jedoch aufgrund ihrer Bindung an strukturreiche Laubwälder auf intakte Waldlebensräume angewiesen. Intensive Forstwirtschaft und der Verlust alter Laubwälder können lokale Bestände beeinträchtigen.