Frühe Gelbrandschwebfliege (Xanthogramma citrofasciatum)
Name
Frühe Gelbrandschwebfliege (Xanthogramma citrofasciatum)
Familie
Schwebfliegen (Syrphidae)
Körpergröße
Körperlänge 11–15 mm
Merkmale
Die Frühe Gelbrandschwebfliege ist eine auffällig gezeichnete Schwebfliege mit schwarz-gelbem Hinterleib, der an Wespen oder Bienen erinnert – ein klassisches Beispiel für Mimikry. Charakteristisch sind die gelben Flecken auf dem zweiten Hinterleibssegment, die jedoch im Vergleich zur Xanthogramma pedissequum deutlich schmaler ausfallen. Dieses Merkmal ist das wichtigste Unterscheidungskriterium zwischen den beiden nah verwandten Arten. Augen, Thorax und Beine zeigen die für Schwebfliegen typische Grundstruktur, der Körper wirkt schlank und wespenartig.
Lebensraum
Die Art besiedelt bevorzugt strukturreiche Lebensräume wie Wälder, Waldränder, Lichtungen und Hecken-Biotope. Sie ist an Standorte gebunden, an denen Ameisenkolonien in der Bodenschicht vorkommen, da die Larven auf diese angewiesen sind. Die Imagines fliegen von April bis Juni und zählen damit zu den früh im Jahr erscheinenden Schwebfliegenarten – daher auch der deutsche Name Frühe Gelbrandschwebfliege.
Besonderheiten
Die Lebensweise der Larven ist bemerkenswert: Sie leben in Ameisennestern und ernähren sich zoophag von Wurzelläusen, die von den Ameisen gehalten werden. Wie die Larven von den Ameisen toleriert werden, ist noch nicht vollständig geklärt, doch dürften chemische Tarnsignale eine Rolle spielen. Die erwachsenen Tiere besuchen Blüten zur Aufnahme von Nektar und Pollen und leisten dabei einen Beitrag zur Bestäubung. Die Art gilt als wählerisch gegenüber ihrem Lebensraum und ist nicht überall häufig anzutreffen.