Südliche Eichenschrecke (Meconema meridionale)

Die Südliche Eichenschrecke ist ursprünglich in Südeuropa beheimatet

Name

Südliche Eichenschrecke (Meconema meridionale)

Familie

Tettigoniidae (Laubheuschrecken)

Körpergröße

12–17 mm Körperlänge

Merkmale

Die Südliche Eichenschrecke ist eine zierliche, hellgrüne Laubheuschrecke mit schlankem Körperbau. Die Grundfärbung ist einheitlich grasgrün, oft mit einem hellen Längsstreifen entlang des Rückens. Die Fühler sind außerordentlich lang und überragen die Körperlänge deutlich. Weibchen tragen einen langen, leicht gebogenen Legebohrer. Männchen besitzen am Hinterleib charakteristische Anhänge. Die Flügel sind bei dieser Art vollständig ausgebildet, was sie von der nah verwandten Gemeinen Eichenschrecke (Meconema thalassinum) unterscheidet, die ebenfalls langflügelig, aber etwas größer ist.

Lebensraum

Die Südliche Eichenschrecke besiedelt bevorzugt Gehölzstrukturen wie Hecken, Laub- und Mischwälder sowie Baumreihen in Siedlungsbereichen und Parks. Sie lebt überwiegend in den Baumkronen und ist daher tagsüber kaum zu beobachten. Adulte Tiere sind von August bis Oktober anzutreffen. Nachts sind sie aktiv und werden gelegentlich von Lichtquellen angelockt, was ihre Nachweise im Siedlungsbereich erklärt.

Besonderheiten

Die Südliche Eichenschrecke ist eine wärmeliebende Art mediterranen Ursprungs, die ursprünglich in Südeuropa verbreitet war. Im Zuge des Klimawandels breitet sie sich seit einigen Jahrzehnten kontinuierlich nordwärts aus und hat mittlerweile weite Teile Mitteleuropas besiedelt. In Deutschland ist sie inzwischen in den südlichen Bundesländern weit verbreitet, und erste Nachweise aus Niedersachsen belegen die andauernde Arealausweitung. Typischerweise wird die Art durch den Ferntransport von Gehölzen und Pflanzmaterial verbreitet. Ihr Gesang ist für Menschen nicht wahrnehmbar, da er als Trommeln auf Blättern erzeugt wird und nicht als Zirpen. Eine Verwechslungsgefahr besteht hauptsächlich mit der einheimischen Gemeinen Eichenschrecke.