Schwalbenschwanz (Papilio machaon)
Name
Schwalbenschwanz (Papilio machaon)
Familie
Ritterfalter (Papilionidae)
Körpergröße
Flügelspannweite bis 75 mm
Merkmale
Der Schwalbenschwanz ist mit einer Flügelspannweite von bis zu 75 mm einer der größten heimischen Tagfalter Deutschlands. Die Flügel sind leuchtend gelb mit einem auffälligen schwarzen Adernmuster und schwarzen Randbinden. Im Hinterflügel befinden sich blaue Fleckenreihen sowie ein markanter orangeroter Augenfleck nahe dem charakteristischen Schwanzfortsatz, der dem Falter seinen Namen gibt. Die Unterseite zeigt ein ähnliches, etwas blasseres Muster. Raupen sind zunächst schwarz-weiß gezeichnet und imitieren Vogelkot; ältere Raupen sind grün mit schwarzen, orange gepunkteten Querstreifen. Bei Bedrohung stülpen sie ein orangegelbes Nackengabelorgan aus, das einen unangenehmen Geruch verströmt.
Lebensraum
Der Schwalbenschwanz besiedelt bevorzugt offene, warme Lebensräume wie Trockenrasen, Magerwiesen, Waldlichtungen, Steinbrüche und Sandgruben. Er ist auch in Gärten, auf Dämmen und an Wegrändern anzutreffen, sofern geeignete Raupenfutterpflanzen vorhanden sind. Als Futterpflanzen dienen vor allem Doldenblütler wie Wilde Möhre, Dill und Fenchel. Die Flugzeit erstreckt sich von April bis September, wobei die Art in Deutschland bis zu zwei Generationen pro Jahr ausbildet. Ein Fundnachweis gelang im August 2010 an der Sandgrube in Poggenhagen.
Besonderheiten
Der Schwalbenschwanz ist in Deutschland weit verbreitet, seine Bestände zeigen jedoch regional Rückgänge. Hauptursachen sind der Verlust geeigneter Lebensräume durch Intensivierung der Landwirtschaft sowie das Verschwinden extensiv genutzter Magerstandorte. Als Verwechslungsart kommt in Mitteleuropa allenfalls der Segelfalter in Betracht, der ebenfalls Schwanzfortsätze besitzt, sich jedoch durch seine andere Flügelzeichnung und Gestalt unterscheidet. Der Schwalbenschwanz ist ein ausgeprägter Wanderfalter und kann weite Strecken zurücklegen. Männchen zeigen ein typisches Verhalten namens Hilltopping, bei dem sie exponierte Kuppen und Anhöhen aufsuchen, um Weibchen zu erwarten.