Rostfarbiger Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus)
Name
Rostfarbiger Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus)
Familie
Dickkopffalter (Hesperiidae)
Körpergröße
Flügelspannweite 25–43 mm
Merkmale
Der Rostfarbige Dickkopffalter ist ein mittelgroßer Tagfalter mit dem für Dickkopffalter typischen gedrungenen Körperbau und dem auffällig großen, breiten Kopf. Die Flügeloberseiten sind leuchtend orangebraun gefärbt, mit dunkelbraunen Rändern und charakteristischen hellen Flecken. Beim Männchen fällt auf der Vorderflügeloberseite ein deutlicher dunkler Duftschuppenstreifen auf, der sogenannte Sexualfleck, der das Männchen klar vom Weibchen unterscheidet. Die Flügelunterseiten sind blasser, gelblich-grün bis ockerfarben mit undeutlichen hellen Fleckchen. Die Fühler enden in einem feinen, hakenförmig gebogenen Kolben.
Lebensraum
Ochlodes sylvanus besiedelt strukturreiche, halboffene Landschaften. Bevorzugte Biotope sind Waldränder, Heckenstrukturen, blütenreiche Wiesen und Streuobstwiesen. Die Art nutzt grasreiche Säume als Larvalhabitat, da die Raupen an verschiedenen Gräsern wie Knäuelgras oder Weidelgras leben. Im Gebiet um das Steinhuder Meer ist die Art noch recht häufig und weit verbreitet. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis August, wobei die Hauptflugzeit in den Sommermonaten Juni und Juli liegt. Das hier dokumentierte Männchen wurde im Juli 2012 beim Wunstorfer Moor beobachtet.
Besonderheiten
Der Rostfarbige Dickkopffalter kann mit dem Komma-Dickkopffalter verwechselt werden, der ebenfalls orangebraun gefärbt ist, jedoch einen anders geformten Sexualfleck beim Männchen aufweist. Dickkopffalter sitzen häufig mit charakteristisch abgewinkelten Flügeln, wobei Vorder- und Hinterflügel in unterschiedlichen Winkeln gehalten werden. Die Raupen überwintern und verpuppen sich im Frühjahr in einem lockeren Gespinst aus Grasblättern. In strukturreichen Kulturlandschaften kann die Art noch stabile Populationen aufbauen, ist jedoch auf das Vorhandensein blütenreicher Säume und ungemähter Grasbereiche angewiesen.