Kleiner Fuchs (Aglais urticae)
Name
Kleiner Fuchs (Aglais urticae)
Familie
Edelfalter (Nymphalidae)
Körpergröße
Spannweite 40–52 mm
Merkmale
Der Kleine Fuchs ist ein mittelgroßer Tagfalter mit einer leuchtend orangeroten Flügeloberseite, die von schwarzen und gelben Flecken gemustert ist. Entlang des Außenrands zieht sich eine charakteristische Reihe blauer Halbmonde auf schwarzem Grund. Die Flügelunterseite ist dunkelbraun bis schwärzlich gemustert und dient als Tarnung in der Ruhestellung. Die Vorderflügel zeigen im vorderen Bereich auffällige schwarze Flecken mit gelben Einlagerungen. Verwechslungen sind am ehesten mit dem deutlich größeren Großen Fuchs möglich, der jedoch größere und weniger kontrastreiche Zeichnungselemente aufweist.
Lebensraum
Der Kleine Fuchs besiedelt offene und halboffene Lebensräume wie Wiesen, Wegränder, Gärten, Waldlichtungen und Ruderalflächen. Die Raupen sind nahezu ausschließlich auf Brennnesseln (Urtica dioica) angewiesen, weshalb nährstoffreiche Standorte mit Brennnesselbeständen besonders wichtig sind. Die Flugzeit erstreckt sich von März bis Oktober. Da die Art als fertiger Falter überwintert, sind erste Exemplare je nach Witterung bereits ab März anzutreffen. In warmen Regionen können bis zu drei Generationen pro Jahr ausgebildet werden.
Besonderheiten
Der Kleine Fuchs gilt als Binnenwanderer: Er unternimmt ausschließlich regionale Wanderungen innerhalb seines Verbreitungsgebiets und legt dabei keine langen Strecken über mehrere Länder zurück, wie es etwa beim Distelfalter bekannt ist. Die Überwinterung erfolgt als Imago, häufig in Kellern, Dachböden oder Hohlräumen. Die Art ist in Mitteleuropa noch weit verbreitet und gilt derzeit nicht als gefährdet, obwohl Rückgänge durch den Verlust von Brennnesselfluren und intensivere Landnutzung beobachtet werden. Als Verwechslungsart gilt der Große Fuchs, der jedoch seltener und in seinem Bestand stärker gefährdet ist.