Eichenspinner (Lasiocampa quercus)
Name
Eichenspinner (Lasiocampa quercus)
Familie
Glucken (Lasiocampidae)
Körpergröße
Spannweite Männchen 45–60 mm, Weibchen 60–80 mm
Merkmale
Der Eichenspinner gehört zu den mittelgroßen bis großen Nachtfaltern. Die Flügelspannweite beträgt 45 bis 75 mm, wobei die Weibchen deutlich größer und kräftiger gebaut sind als die Männchen. Die Grundfärbung der Flügel variiert von rotbraun bis ockergelb, mit einem charakteristischen weißen oder cremefarbenen Querband auf den Vorderflügeln. Jeder Vorderflügel trägt zudem einen auffälligen hellen Mittelfleck. Die Männchen sind in der Regel dunkler gefärbt und besitzen auffällig gekämmte Fühler, mit denen sie die Duftstoffe der Weibchen über weite Strecken wahrnehmen können.
Lebensraum
Der Eichenspinner besiedelt eine Vielzahl halboffener bis offener Lebensräume. Typische Biotope sind Moorränder und Moor-Biotope, buschige Magerrasen sowie lichte Laub- und Mischwälder, in denen seine Raupennahrungspflanzen – vor allem Brombeeren, Schlehen, Heidelbeeren, Weiden und verschiedene Gräser – ausreichend vorhanden sind. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Juni bis August. Weibchen sind dabei nachtaktiv, während Männchen auf der Suche nach Paarungspartnern auch tagsüber aktiv umherfliegen.
Besonderheiten
Der Eichenspinner gilt in Niedersachsen derzeit nicht als gefährdet. Die Raupen der Art überwintern und sind im Frühjahr an sonnigen Tagen gelegentlich zu beobachten. Verwechslungen sind mit dem Brombeerspinner möglich, der ähnliche Flügelmuster aufweist, jedoch andere Biotope bevorzugt. Die adulten Tiere nehmen keine Nahrung mehr auf, da ihre Mundwerkzeuge vollständig zurückgebildet sind – ihre einzige Aufgabe ist die Fortpflanzung.