Gelber Fleckleibbär (Spilarctia cf. lutea)
Name
Gelber Fleckleibbär (Spilarctia lutea)
Familie
Erebidae (Bärenspinner)
Körpergröße
Spannweite: 30–40 mm; Raupenlänge bis 40 mm
Merkmale
Die Raupe des Gelben Fleckleibbärs besitzt einen charakteristischen hellbraunen Kopf und ist über den gesamten Körper behaart, wobei die Behaarung im Vergleich zu ähnlichen Arten eher spärlich ausfällt. Der Falter ist cremeweiß bis gelblich gefärbt und zeigt auf Vorder- und Hinterflügeln eine variable Anzahl kleiner schwarzer Flecken. Der Hinterleib ist gelblich-orange mit schwarzen Punktreihen, was der Art ihren deutschen Namen verleiht. Die Fühler des Männchens sind gekämmt, jene des Weibchens fadenförmig.
Lebensraum
Der Gelbe Fleckleibbär besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen, darunter Wiesen, Wegränder, Waldlichtungen, Gärten und Ruderalflächen. Die Raupen ernähren sich polyphag von zahlreichen krautigen Pflanzen, darunter Ampfer, Wegerich, Löwenzahn und weitere Kräuter. Die Raupen sind ab Juli zu finden und überwintern häufig im Raupenstadium, um sich erst im Frühjahr zu verpuppen. Die Falter fliegen in einer Generation von Mai bis August, mit regionalen Unterschieden.
Besonderheiten
Eine bekannte Verwechslungsgefahr besteht mit dem Grauen Fleckleibbär (Diaphora mendica), dessen Raupen dem Gelben Fleckleibbär im Erscheinungsbild sehr ähneln. Ein verlässliches Unterscheidungsmerkmal liegt in der Dichte der Körperbehaarung sowie in der späteren Bestimmung anhand des Falters selbst. Spilarctia lutea ist in Mitteleuropa weit verbreitet und gilt derzeit nicht als gefährdet. Die Raupen sind nachtaktiv und lassen sich bei Störung häufig fallen, was als Schutzreaktion dient. Die Art gehört zur artenreichen Familie der Erebidae und zählt innerhalb dieser zur Unterfamilie der Arctiinae, den eigentlichen Bärenspinnern.