Gelber Fleckleibbär (Spilarctia lutea)
Name
Gelber Fleckleibbär (Spilarctia lutea)
Familie
Bärenspinner (Erebidae)
Körpergröße
Spannweite 28–40 mm
Merkmale
Der Gelbe Fleckleibbär ist ein mittelgroßer Nachtfalter aus der Familie der Bärenspinner. Die Vorderflügel sind cremegelb bis strohgelb gefärbt und mit einer charakteristischen Musterung aus dunklen Flecken versehen, die dem Tier seinen Namen verleihen. Der Hinterleib zeigt eine auffällige gelb-orangefarbene Grundfärbung mit schwarzen Flecken entlang der Seiten. Die Fühler der Männchen sind kammzähnig ausgebildet, was ein typisches Merkmal vieler Bärenspinner-Arten ist. Die Raupen sind dicht behaart und dunkel gefärbt, mit langen, bräunlichen bis schwarzen Haarbüscheln.
Lebensraum
Der Gelbe Fleckleibbär besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen. Er ist an Waldrändern, in Hecken-Biotopen, auf Wiesen und in Gärten anzutreffen. Die Art fliegt in der Regel in einer Generation von Mai bis Juli. Unter günstigen Bedingungen kann gelegentlich eine partielle zweite Generation auftreten, deren Falter bis in den Spätsommer oder Herbst hinein erscheinen können. Die Raupen ernähren sich polyphag von einer Vielzahl krautiger Pflanzen und Gehölze, darunter Brennnessel, Brombeere, Ampfer und Löwenzahn, was der Art die Nutzung unterschiedlichster Lebensräume ermöglicht.
Besonderheiten
Der Gelbe Fleckleibbär ist nachtaktiv und wird häufig von künstlichen Lichtquellen angelockt, weshalb er manchmal an beleuchteten Fenstern oder Straßenlaternen beobachtet werden kann. Die polyphage Ernährungsweise der Raupen macht die Art ökologisch sehr anpassungsfähig. In Mitteleuropa ist Spilarctia lutea weit verbreitet und gilt derzeit nicht als gefährdet. Verwechslungen sind möglich mit anderen Arten der Gattung Spilarctia sowie mit dem Breitflügeligen Fleckleibbär, wobei eine genaue Betrachtung der Fleckenmusterung zur sicheren Bestimmung notwendig ist.