Schwan (Euproctis similis)

Schwan Raupen (Euproctis similis) findet man an verschiedenen Laubbäumen

Name

Schwan (Euproctis similis)

Familie

Erebidae (Trägspinner)

Körpergröße

Falter Spannweite 30–36 mm; Raupenlänge bis ca. 35 mm

Merkmale

Die Raupe des Schwans ist unverkennbar: Ihr Körper ist dunkel, fast schwarz gefärbt und mit auffälligen roten oder orangefarbenen Warzen besetzt, aus denen lange, weißliche bis gelbliche Haarbüschel entspringen. Diese Brennhaare können bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen. Der adulte Falter ist reinweiß mit einem charakteristischen orangegelben Fleck am Hinterleibsende. Die Flügeloberseiten sind einfarbig weiß und seidig glänzend, was dem Tier seinen treffenden deutschen Namen eingebracht hat.

Lebensraum

Die Art besiedelt Laubwälder, Waldränder, Parks, Hecken und Obstplantagen in weiten Teilen Europas. Die Raupen findet man von September bis Mai an verschiedenen Laubbäumen wie Eiche, Linde, Pappel und Weide, aber auch an Kirsch- und Apfelbäumen. Die erwachsenen Falter fliegen in einer Generation von Juni bis August und sind nachtaktiv, weshalb sie häufig an Lichtquellen anzutreffen sind.

Besonderheiten

In Obstplantagen können die Raupen durch Kahlfraß an Kirsch- und Apfelbäumen wirtschaftliche Schäden verursachen. Die Haare der Raupen dienen als effektiver Schutz vor Fressfeinden und bleiben sogar am Kokon haften, was auch die Puppe schützt. Das Weibchen nutzt diese Haare zudem zur Abdeckung des Eigeleges. Zu verwechseln ist die Art mit dem Goldafter (Euproctis chrysorrhoea), der ebenfalls weiße Flügel besitzt, jedoch am Hinterleib einen goldgelben statt orangefarbenen Büschel trägt und dessen Raupen gesellig in auffälligen Gespinstnestern überwintern.