Schwan (Euproctis similis)

Schwan Euproctis similis

Name

Schwan (Euproctis similis)

Familie

Erebidae

Körpergröße

Flügelspannweite 30–36 mm

Merkmale

Der Schwan ist ein mittelgroßer Nachtfalter mit reinweißen Flügeln, die meist einen kleinen schwarzen Punkt im Vorderflügelbereich aufweisen. Charakteristisch ist der auffällige gelbe Haarbüschel am Ende des Hinterleibs, der bei beiden Geschlechtern vorhanden ist, beim Weibchen jedoch besonders ausgeprägt wirkt. Kopf und Thorax sind ebenfalls weiß gefärbt, die Beine weisen gelbliche Abschnitte auf. Die Flügeloberseiten erscheinen seidig glänzend und wirken sehr gleichmäßig.

Lebensraum

Der Schwan bewohnt lichte Laubwälder, Waldränder, Gärten und Parkanlagen, wo seine Raupen-Nahrungspflanzen in ausreichender Zahl vorkommen. Die Art ist in weiten Teilen Europas und des gemäßigten Asiens verbreitet. Die Flugzeit erstreckt sich von Juni bis August, wobei die nachtaktiven Falter häufig an Lichtquellen beobachtet werden können.

Besonderheiten

Nach der Paarung legt das Weibchen seine Eier gezielt an diverse Laubbäume und bedeckt das Gelege schützend mit der gelben Afterwolle vom Hinterleibsende. Diese Wolle enthält Brennhaare und bietet den Eiern wirksamen Schutz vor Fressfeinden. Die Raupen fressen an zahlreichen Laubbaumarten, darunter Eiche, Buche, Weißdorn und auch Obstbäume wie Apfel oder Kirsche, weshalb die Art in Gärten und Obstanlagen als Schädling gilt. Die Raupenhaare können beim Menschen Hautreizungen auslösen. Verwechslungen sind mit dem Goldafter (Euproctis chrysorrhoea) möglich, der ebenfalls einen auffälligen Haarbüschel trägt, dieser ist jedoch rotbraun bis orange gefärbt.