Achateule (Phlogophora meticulosa)
Name
Achateule (Phlogophora meticulosa)
Familie
Eulenfalter (Noctuidae)
Körpergröße
Falter Spannweite 40–50 mm; Raupenlänge bis ca. 50 mm
Merkmale
Die Raupe der Achateule ist grün bis bräunlich gefärbt und zeigt eine charakteristische helle Seitenlinie sowie feine dunkle Zeichnungselemente entlang des Rückens. Der Körper ist kräftig gebaut und leicht behaart. Der Falter selbst gehört zu den auffälligsten heimischen Eulenfaltern: Seine Vorderflügel zeigen ein markantes, achatartig gemustertes Braun-Grau mit einem unverwechselbaren winkligen Querband und einer auffälligen Einbuchtung im Außenrand, die der Art ihr charakteristisches Erscheinungsbild verleiht. Die Hinterflügel sind heller und unauffälliger gezeichnet.
Lebensraum
Die Achateule ist in Mitteleuropa weit verbreitet und besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen – von Gärten und Parkanlagen über Waldränder und Hecken bis hin zu Ruderalflächen und Feuchtgebieten. Die Raupen leben an zahlreichen krautigen Pflanzen, Sträuchern und teilweise auch Laubgehölzen, darunter Brennnessel, Sauerampfer, Brombeere, Hopfen und verschiedene andere Pflanzen. Die Art bildet in Mitteleuropa meist mehrere, teilweise überlappende Generationen; Falter können vor allem von Mai bis Oktober beobachtet werden. Überwintert wird je nach Entwicklungsstand als Raupe oder Puppe.
Besonderheiten
Im Gartenbau gilt die Raupe der Achateule als Schädling, da sie neben Wildpflanzen auch Gemüse und Gartenblumen befrisst und dabei mitunter spürbaren Fraßschaden anrichten kann. Bemerkenswert ist die Überwinterung im Raupenstadium, was für Eulenfalter keine Selbstverständlichkeit ist. Der Falter ist nachtaktiv und wird häufig von Lichtquellen angelockt. Aufgrund seiner breiten Habitatansprüche und der Nutzung zahlreicher Futterpflanzen ist die Art ausgesprochen anpassungsfähig und in ihrem Bestand derzeit nicht gefährdet. Eine Verwechslung mit anderen Eulenfaltern ist wegen der markanten Flügelzeichnung kaum möglich.