Achateule oder Mangoldeule (Phlogophora meticulosa)

Achateule oder Mangoldeule Phlogophora meticulosa

Name

Achateule oder Mangoldeule (Phlogophora meticulosa)

Familie

Eulenfalter (Noctuidae)

Körpergröße

Flügelspannweite 40–50 mm

Merkmale

Die Achateule gehört zu den auffällig gestalteten Eulenfaltern, obwohl sie in der Natur oft kaum zu entdecken ist. Die Flügelzeichnung ist variabel und reicht von rötlich-braun über ockerfarben bis graubraun, stets durchzogen von einem feinen, welligen Linienmuster. Besonders markant ist das helle, scharf begrenzte Nierenmakel auf dem Vorderflügel. In Ruhestellung faltet der Falter seine Flügel auf ganz charakteristische Weise unregelmäßig längs gefaltet und geknittert. Dadurch ahmt er täuschend echt ein welkes, trockenes Blatt nach – Umriss, Färbung und Maserung wirken dabei wie eine Blattrippe. Diese Tarnung macht ihn tagsüber an Zweigen oder im Laub nahezu unsichtbar.

Lebensraum

Die Achateule besiedelt feuchte bis wechselfeuchte Lebensräume wie Feuchtwiesen, Ufergehölze und Moore, ist aber auch in Gärten, Parks und Siedlungsbereichen sowie in lichten Laub- und Mischwäldern anzutreffen. Die Art ist in weiten Teilen Europas bis nach Nordafrika und Westasien verbreitet. Es werden zwei Generationen pro Jahr ausgebildet, die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis November, wobei die Falter vorwiegend nachtaktiv sind und häufig ans Licht kommen.

Besonderheiten

Die Raupen der Achateule leben polyphag und fressen an einer Vielzahl krautiger Pflanzen, darunter Ampfer, Brennnessel, Löwenzahn und verschiedene Kulturpflanzen wie Mangold, was dem Falter einen seiner deutschen Trivialnamen eingebracht hat. Die Raupen überwintern und sind im Frühjahr fertig entwickelt. Dank ihrer breiten Nahrungspalette und Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Lebensräume gilt die Art als nicht gefährdet. Tagaktive Vogelfeinde werden durch die blattartige Tarnung wirkungsvoll getäuscht.