Mondvogel (Phalera bucephala)

Die Raupen vom Mondvogel leben im jungen Entwicklungs-Stadium gesellig

Name

Mondvogel (Phalera bucephala)

Familie

Notodontidae (Zahnspinner)

Körpergröße

Falter Spannweite 45–65 mm; Raupenlänge bis ca. 60 mm

Merkmale

Die ausgewachsene Raupe des Mondvogels ist auffällig gefärbt: Der Körper zeigt ein schwarz-gelbes Längsstreifenmuster auf gelbem bis orangefarbenem Grund, dicht besetzt mit weißlichen Haaren. Der Kopf ist schwarz. Junge Raupen wirken blasser und leben noch eng zusammen. Der Falter selbst ist graubraun mit einem markanten cremefarbenen bis gelblichen Fleck an der Flügelspitze, der im Ruhezustand zusammen mit dem der anderen Seite einen hellen Mondfleck formt – daher der deutsche Name.

Lebensraum

Der Mondvogel besiedelt Laubwälder, Waldränder, Parks, Hecken und Gärten – überall dort, wo geeignete Futterpflanzen wachsen. Die Raupen fressen an einer Vielzahl von Laubbäumen und Sträuchern, darunter Buche, Linde, Hasel, Weide und Eiche. Die Raupen sind von Juli bis August zu finden. Der Falter fliegt in einer Generation von Mai bis Juli und ist nachtaktiv; er wird häufig von Lichtquellen angezogen.

Besonderheiten

Ein bemerkenswertes Verhalten zeigen die Raupen in ihrer Entwicklung: Im Jungstadium leben sie gesellig in Gruppen und fressen gemeinsam an Blättern, was zu charakteristischem Kahlfraß an einzelnen Ästen führen kann. Mit zunehmender Reife separieren sie sich und leben einzeln. Die Überwinterung erfolgt als Puppe im Boden. Der Mondvogel gilt in Mitteleuropa als weit verbreitet und nicht gefährdet. Eine Verwechslung mit anderen Zahnspinnern ist beim Falter durch den charakteristischen Mondfleck kaum möglich, die Raupe könnte gelegentlich mit anderen behaarten Raupen verwechselt werden.