Mondvogel (Phalera bucephala)
Name
Mondvogel (Phalera bucephala)
Familie
Notodontidae (Zahnspinner)
Körpergröße
Flügelspannweite 55–67 mm
Merkmale
Der Mondvogel ist ein mittelgroßer Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von 55 bis 67 mm. Die Vorderflügel sind graubraun und fein gezeichnet, mit einem auffälligen, cremefarbenen bis gelblichen Fleck an der Flügelspitze, der dem Tier seinen Namen gibt und einem Mondschimmer ähnelt. Die Hinterflügel sind heller und unauffälliger gefärbt. In Ruhestellung legt der Falter die Flügel dachförmig über den Körper und tarnt sich so hervorragend als abgebrochener oder verwitterter Ast.
Lebensraum
Der Mondvogel besiedelt Waldränder, Laubwälder, Parkanlagen und Siedlungsgebiete – überall dort, wo geeignete Laubbäume als Nahrungsgrundlage für die Raupen vorhanden sind. Bevorzugte Wirtspflanzen sind Birke, Weide, Eiche und Linde, doch auch andere Laubbäume werden angenommen. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet. Die Flugzeit der Falter erstreckt sich von Mai bis August, wobei in wärmeren Regionen gelegentlich zwei Generationen pro Jahr auftreten können.
Besonderheiten
Die Tarnung des Mondvogels zählt zu den eindrucksvollsten im europäischen Schmetterlingsspektrum: In Ruheposition mit zusammengelegten Flügeln und vorgestrecktem Kopf gleicht er täuschend echt einem abgebrochenen Astende und entgeht so der Aufmerksamkeit von Fressfeinden. Die gesellig lebenden Raupen sind schwarz-gelb gebändert und fallen in Gruppen an einem Baum auf. Der Mondvogel ist auch unter dem Namen Mondfleck bekannt. Die Art gilt in Mitteleuropa als häufig und ungefährdet.