Pfeileule (Acronicta psi)

Die Raupen der Pfeileule findet man in Wäldern

Name

Pfeileule (Acronicta psi)

Familie

Eulenfalter (Noctuidae)

Körpergröße

Falter Spannweite 37–44 mm; Raupenlänge bis ca. 40 mm

Merkmale

Die Raupe der Pfeileule ist eines der auffälligsten Raupenbilder Mitteleuropas. Sie trägt einen langen, schwarzen Haarpinsel auf dem Rücken, der wie ein aufrechter Dorn wirkt, sowie seitliche gelbe oder orangefarbene Haarbüschel. Die Grundfarbe des Körpers ist grau bis schwärzlich, häufig mit einer markanten roten oder orangefarbenen Längslinie auf dem Rücken. Der ausgewachsene Falter ist dagegen schlicht gezeichnet: Die Vorderflügel zeigen ein grau-weißes Muster mit charakteristischen schwarzen Pfeilzeichen, die der Art ihren deutschen Namen geben. Die Hinterflügel sind einfarbig weißlich-grau.

Lebensraum

Die Pfeileule besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen und ist in Laubwäldern, Parkanlagen, Streuobstwiesen und Gärten anzutreffen, überall dort, wo geeignete Laubgehölze wachsen. Die Raupen leben von Juni bis September an verschiedenen Laubhölzern wie Weide, Pappel, Birke, Erle und Eiche. Der Falter selbst ist nachtaktiv und fliegt in zwei Generationen von April bis August, wobei er häufig an Lichtquellen beobachtet werden kann. Die Art ist in ganz Europa verbreitet und reicht ostwärts bis nach Ostasien.

Besonderheiten

Zur Verpuppung sucht die Raupe morsche Holzstellen oder Rindenspalten auf, wo sie sich in einem festen Kokon einspinnt. Die Überwinterung erfolgt im Puppenstadium, sodass der Falter erst im folgenden Frühjahr schlüpft. Die auffällige Behaarung der Raupe dient als Fraßschutz gegenüber Vögeln. Verwechslungsgefahr besteht mit der sehr ähnlichen Ampfer-Rindeneule (Acronicta rumicis) sowie der Erlen-Rindeneule (Acronicta alni), deren Raupen ebenfalls markante Haarpinsel tragen. Eine sichere Unterscheidung gelingt anhand der genauen Musterzeichnung des Falters.