Pfeileule (Acronicta cf. psi)

Pfeileule (Acronicta cf. psi)

Name

Pfeileule (Acronicta psi)

Familie

Eulenfalter (Noctuidae)

Körpergröße

Spannweite 37–44 mm

Merkmale

Die Pfeileule ist ein mittelgroßer Eulenfalter mit einer Flügelspannweite von 37 bis 44 mm. Die Vorderflügel zeigen ein charakteristisches grau-weißliches bis graubraunes Muster mit mehreren schwarzen, länglichen Zeichnungen, von denen eine an die Form des griechischen Buchstabens Psi beziehungsweise eines Pfeils erinnert. Die Hinterflügel sind heller und grauweißlich. Die Raupe ist auffällig gefärbt: Sie ist überwiegend dunkel bis schwarz, besitzt ein breites gelbes bis weißliches Rückenband sowie eine helle Seitenbinde und rote bis orangefarbene Querzeichnungen. Außerdem trägt sie eine markante Erhebung auf dem vorderen Rücken.

Lebensraum

Die Pfeileule besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen. Sie ist an Waldrändern, in Hecken-Biotopen, Parkanlagen und im Siedlungsgebiet anzutreffen. Die Art profitiert vom Vorhandensein verschiedener Laubbäume und Sträucher, da die Raupen polyphag an diesen fressen, darunter Birke, Schlehe, Weißdorn, Erle und viele weitere Gehölze. Die Imagines fliegen in zwei Generationen pro Jahr von Mai bis August.

Besonderheiten

Die Pfeileule kann leicht mit zwei nah verwandten Arten verwechselt werden: der Dreizack-Pfeileule (Acronicta tridens) und der Erlen-Pfeileule (Acronicta cuspis). Da sich diese drei Arten äußerlich sehr ähneln, ist für eine sichere Bestimmung eine Genitaluntersuchung notwendig. Die polyphage Lebensweise der Raupen ermöglicht der Art eine weite Verbreitung in Mitteleuropa. Mit zwei Generationen pro Jahr ist sie vergleichsweise produktiv unter den heimischen Eulenfaltern. Die Art gilt in Mitteleuropa als weit verbreitet und nicht gefährdet.