Schönbär (Callimorpha dominula)

Die Raupen vom Schönbär

Name

Schönbär (Callimorpha dominula)

Familie

Erebidae (Bärenspinner)

Körpergröße

Spannweite Falter: 45–55 mm; Raupenlänge: bis ca. 45 mm

Merkmale

Die Raupe des Schönbärs ist auffällig gemustert: Auf schwarzem Grundton zeigen sich gelbe und weiße Längsstreifen sowie orangefarbene Flecken, dazu dichte schwarze Behaarung. Der fertige Falter gehört zu den farbenprächtigsten heimischen Nachtfaltern überhaupt. Die Vorderflügel sind schwarzgrün mit cremefarbenen und weißlichen Flecken, die Hinterflügel leuchten in intensivem Orangerot mit schwarzen Randflecken. Diese Kontraste machen den Schönbär auch im Flug unverwechselbar.

Lebensraum

Die Raupe lebt bevorzugt in feuchten Wäldern, an Gräben, im Uferbereich von Bächen und Flüssen sowie gelegentlich in Sandgruben. Die Art ist auf ein breites Spektrum an Nahrungspflanzen angewiesen, darunter Brennnessel, Himbeere, Wegerich, Hasel und Salweide. Der Falter fliegt von Juni bis August und ist tagaktiv, was für einen Nachtfalter ungewöhnlich ist. Erscheinungszeit der Raupen: Herbst bis zum folgenden Frühjahr, Verpuppung im Juni.

Besonderheiten

Junge Raupen leben zunächst gesellig in kleinen Gruppen, bevor sie sich nach der Überwinterung vereinzeln. Wie viele Bärenspinner enthält der Schönbär in seinen Körpergeweben Giftstoffe, die ihn für viele Fressfeinde ungenießbar machen. Die auffällige Warntracht von Raupe und Falter signalisiert diese Ungenießbarkeit. Der Schönbär gilt in Teilen Mitteleuropas als rückläufig und steht regional auf der Vorwarnliste. Verwechslungen im Falterstadium sind vor allem mit dem Russischen Bären (Euplagia quadripunctaria) möglich, dessen Vorderflügel jedoch ein Streifenmuster statt Flecken aufweisen. Der Purpurbär (Rhyparia purpurata) unterscheidet sich farblich und zeichnerisch gravierend.