Schönbär (Callimorpha dominula)

Der Schönbär fliegt von Juni bis Juli in feuchten Wäldern

Name

Schönbär (Callimorpha dominula)

Familie

Erebidae (Bärenspinner)

Körpergröße

Spannweite 40–55 mm

Merkmale

Der Schönbär gehört zu den auffälligsten heimischen Nachtfaltern. Die Vorderflügel sind dunkelgrün-schwarz mit weißen und gelblichen Flecken, während die Hinterflügel leuchtend rot mit schwarzen Flecken gefärbt sind. Diese Kontraststärke macht die Art nahezu unverwechselbar. Die Raupen sind schwarz mit gelben und weißen Querstreifen sowie auffälligen Haarbüscheln. Sie ernähren sich vor allem von Brennnesseln, Kreuzkraut, Himbeere und anderen Kräutern feuchter Standorte.

Lebensraum

Der Schönbär bewohnt feuchte Lebensräume wie Auwälder, Feuchtwiesen, Sumpfbiotope und Erlenwälder, ist aber auch an sandigen Offenstandorten wie Sandgruben anzutreffen. Er bevorzugt strukturreiche Bereiche mit einem guten Angebot krautiger Pflanzen. Die Flugzeit erstreckt sich von Juni bis Juli. Bemerkenswert ist die Aktivität der Imagines sowohl am Tage als auch in der Nacht, was unter Nachtfaltern eher ungewöhnlich ist.

Besonderheiten

Die auffällige Färbung des Schönbärs dient als Warntracht und signalisiert Fressfeinden Ungenießbarkeit, da die Raupen Giftstoffe aus ihren Nahrungspflanzen einlagern können. In Niedersachsen wurde die Art in der veralteten Roten Liste mit RL 3 (gefährdet) eingestuft. Hauptgefährdungsursachen sind der Verlust von Feuchtbiotopen durch Entwässerung sowie die Intensivierung der Landwirtschaft. Verwechslungen sind kaum möglich, lediglich mit dem Russischen Bären (Euplagia quadripunctaria), der jedoch deutlich größer ist und abweichende Zeichnungsmuster aufweist.