Brombeerspinner (Macrothylacia rubi)

Die Raupen vom Brombeerspinner

Name

Brombeerspinner (Macrothylacia rubi)

Familie

Glucken (Lasiocampidae)

Körpergröße

Falter Spannweite 38–65 mm; Raupenlänge bis ca. 70 mm

Merkmale

Die Raupe des Brombeerspinners ist ein auffälliger Geselle: Sie ist dicht behaart und zeigt eine schwarzbraune bis rotbraune Grundfärbung, wobei die einzelnen Haarbüschel je nach Körperabschnitt variieren. Charakteristisch sind die breiten, rostfarbenen bis orangefarbenen Haarbänder, die sich zwischen den dunklen Segmenten abzeichnen. Der Falter selbst ist deutlich unscheinbarer: Das Männchen trägt rotbraune Vorderflügel mit einer hellen Querlinie, während das Weibchen etwas größer und blasser gefärbt ist. Die Fühler der Männchen sind auffällig gekämmt.

Lebensraum

Die Raupen des Brombeerspinners sind ab August an Waldrändern, auf Wiesen, an Böschungen sowie in Moor-Biotopen anzutreffen. Sie ernähren sich polyphag von verschiedenen Sträuchern und Kräutern wie Himbeere, Brombeere, Schlehe, Klee und Ginster. Die Falter fliegen von Mai bis Juli und sind vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv. Bevorzugte Lebensräume sind strukturreiche Landschaften mit einem Wechsel aus offenen Flächen und Gehölzen.

Besonderheiten

Eine bemerkenswerte Besonderheit des Brombeerspinners ist seine ausgeprägte Überwinterungsstrategie: Die Raupe überwintert als Halberwachsene und verpuppt sich erst im darauffolgenden Frühjahr in einem festen Kokon im Bodenstreu. Die Haare der Raupe können bei empfindlichen Personen Hautreizungen hervorrufen und dienen gleichzeitig als Schutz vor Fressfeinden. Der Brombeerspinner gilt in Mitteleuropa als weit verbreitet und nicht gefährdet. Verwechslungen sind möglich mit anderen behaarten Glucken-Raupen, etwa dem Eichenspinner (Lasiocampa quercus), der jedoch eine abweichende Zeichnung aufweist.