Gestreifte Ruderwanze (Sigara striata)

Sigara striata: Habitate und Lebensweise

Name

Gestreifte Ruderwanze (Sigara striata)

Familie

Corixidae (Ruderwanzen)

Körpergröße

Körperlänge 6,7–8 mm

Merkmale

Sigara striata ist eine mittelgroße Ruderwanze mit dem für Corixiden typischen abgeflachten, oval-länglichen Körperbau. Die Oberseite zeigt ein charakteristisches, feines Querbänderungsmuster aus hellen und dunklen Streifen, das der Art ihren Artnamen striata (gestreift) eingebracht hat. Die Vorderbeine der Männchen sind zu löffelartigen Greiforganen umgebildet, die bei der Paarung eingesetzt werden. Wie alle Ruderwanzen besitzt die Art kräftige, ruderartig behaarte Hinterbeine, mit denen sie sich effizient durchs Wasser bewegt.

Lebensraum

Sigara striata besiedelt stehende und langsam fließende Gewässer verschiedenster Art, darunter Teiche, Tümpel, Gräben und Altarme. Die Art gilt als ökologisch sehr tolerant: Sie kommt sowohl in leicht brackigen Gewässern als auch in sauren Habitaten mit niedrigem pH-Wert vor, was sie von vielen anderen Wasserwanzen unterscheidet. Adulte Tiere sind ganzjährig anzutreffen, da die Überwinterung im Imaginalstadium erfolgt. Als flugfähige Insekten können die Tiere auch neue Gewässer aktiv besiedeln.

Besonderheiten

Sigara striata bildet zwei Generationen pro Jahr und gehört damit zu den produktiveren heimischen Wasserwanzen. Die Überwinterung erfolgt als vollentwickeltes Insekt (Imago), was ganzjährige Nachweise ermöglicht. Männchen erzeugen durch Reiben der Vorderbeine an der Stirnleiste hörbare Stridulationslaute, die der Partnerfindung dienen. Als häufige und weit verbreitete Art ist Sigara striata in Mitteleuropa nicht gefährdet. Mögliche Verwechslungen bestehen mit anderen Sigara-Arten, etwa Sigara falleni oder Sigara distincta, weshalb zur sicheren Bestimmung eine genaue Untersuchung der Genitalmorphologie empfohlen wird.