Luzerne-Marienkäfer (Subcoccinella vigintiquatuorpunctata)
Name
Luzerne-Marienkäfer (Subcoccinella vigintiquatuorpunctata)
Familie
Coccinellidae (Marienkäfer)
Körpergröße
Körperlänge 3–4 mm
Merkmale
Der Luzerne-Marienkäfer ist ein vergleichsweise kleiner Vertreter der Marienkäfer. Die Grundfärbung der Flügeldecken ist gelblich-orange bis rötlich-braun, typischerweise mit bis zu 24 schwarzen Punkten – worauf auch der lateinische Artname vigintiquatuorpunctata (= vierundzwanzigpunktig) hinweist. Die Art ist jedoch recht variabel in ihrer Zeichnung: Die Punkte können stark reduziert sein, miteinander verschmelzen oder sogar völlig fehlen, sodass einzelne Exemplare nahezu einfarbig erscheinen. Die Oberseite der Flügeldecken wirkt im Gegensatz zu vielen anderen Marienkäfern matt und leicht behaart, was ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal darstellt.
Lebensraum
Der Luzerne-Marienkäfer besiedelt bevorzugt trockene, blüten- und kräuterreiche Offenlandlebensräume wie Trockenrasen, Magerwiesen, Wiesenbiotope und Ruderalflächen. Auch auf Lichtungen in Forsten kann die Art angetroffen werden, wie ein Fund im Mai 2014 auf einer Lichtung im Forst Mecklenhorst bei Neustadt am Rübenberge belegt. Als Wirtspflanzen werden vor allem Schmetterlingsblütler wie Luzerne (Medicago sativa) und Klee bevorzugt, an denen sowohl Larven als auch adulte Käfer fressen. Die Hauptaktivitätszeit der Adulten liegt im Frühjahr und Sommer, etwa von April bis September.
Besonderheiten
Anders als die meisten heimischen Marienkäfer ernährt sich der Luzerne-Marienkäfer nicht räuberisch von Blattläusen, sondern ist ein reiner Pflanzenfresser, der Blätter und Pflanzengewebe anweidet. Er gilt daher in landwirtschaftlichen Kulturen, insbesondere im Luzerne- und Kleeanbau, als Schädling. Verwechslungen sind möglich mit anderen vielfleckigen Marienkäferarten wie dem 22-Punkt-Marienkäfer (Psyllobora vigintiduopunctata), der jedoch heller (leuchtend gelb) gefärbt ist und sich von Mehltaupilzen ernährt. Der Luzerne-Marienkäfer gilt in Deutschland als weit verbreitet, ist aber durch den Rückgang extensiv genutzter Magerstandorte gebietsweise seltener geworden.