Gemeine Becherjungfer (Enallagma cyathigerum)
Name
Gemeine Becherjungfer (Enallagma cyathigerum)
Familie
Coenagrionidae (Schlanklibellen)
Körpergröße
Körperlänge bis 36 mm, Flügelspannweite 40–45 mm
Merkmale
Die Gemeine Becherjungfer ist eine schlanke Kleinlibelle mit leuchtend blauer Grundfärbung und schwarzer Zeichnung. Männchen zeigen auf dem zweiten Hinterleibssegment eine markante, becherartige Zeichnung, die der Art ihren deutschen Namen verleiht. Die Segmente drei bis sieben sind überwiegend schwarz, während die hinteren Segmente wieder mehr Blau aufweisen. Weibchen treten in einer blauen und einer grünlichen Farbvariante auf und sind insgesamt weniger kontrastreich gefärbt. Die Augen sind blau und auffällig groß.
Lebensraum
Die Art besiedelt bevorzugt stehende und langsam fließende Gewässer wie Seen, Teiche, Tümpel, Altarme und Kanäle, auch nährstoffreichere Gewässer werden gut toleriert. Sie gilt als eine der häufigsten und anpassungsfähigsten Libellen Mitteleuropas. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis September, mit einem Schwerpunkt in den Sommermonaten Juni und Juli.
Besonderheiten
An der Unterseite von Männchen lassen sich häufig Ektoparasiten nachweisen – rote Wassermilben der Gattung Arrenurus, die sich als Larven an die Libelle heften und von ihr als Wirt genutzt werden. Diese Milben können den Wirt schwächen, ihn aber selten ernsthaft schädigen. Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit dem Hufeisen-Azurjungfer (Coenagrion puella), die ebenfalls blau-schwarz gefärbt ist. Ein sicheres Unterscheidungsmerkmal ist die namensgebende Becherzeichnung auf Segment zwei bei Enallagma cyathigerum, die bei Coenagrion-Arten fehlt oder anders geformt ist. In Deutschland ist die Art nicht gefährdet.