Herbstspanner (Epirrita)

Herbstspanner der Gattung Epirrita

Name

Herbstspanner (Epirrita)

Familie

Geometridae (Spannerfalterfamilie)

Körpergröße

Spannweite ca. 35–42 mm

Merkmale

Die drei in Deutschland heimischen Herbstspanner der Gattung Epirrita – Kleiner Herbstspanner (Epirrita dilutata), Blassgelber Herbstspanner (Epirrita autumnata) und Buchen-Herbstspanner (Epirrita christyi) – ähneln sich äußerlich so stark, dass eine sichere Bestimmung im Feld kaum möglich ist. Alle drei Arten zeigen eine charakteristische, fein gewellte Querbänderung auf den Vorderflügeln in Grau-, Braun- und Ockertönen. Die Grundfärbung variiert beträchtlich und ist damit kein verlässliches Unterscheidungsmerkmal. Nur eine Genitaluntersuchung liefert eindeutige Bestimmungsergebnisse.

Lebensraum

Die Herbstspanner besiedeln ein breites Spektrum an Lebensräumen, darunter Laubwälder, Mischwälder, Waldränder, Parks und gehölzreiche Gärten. Entscheidend ist das Vorhandensein geeigneter Laubbäume und Sträucher, an denen sich die Raupen entwickeln können. Bevorzugte Futterpflanzen sind Birke, Eiche, Erle, Haselnuss und weitere Laubgehölze. Die Raupen schlüpfen im Frühjahr und fressen bis in den Frühsommer. Die Falter fliegen von September bis November und gehören damit zu den typischen Spätjahresschmetterlingen Mitteleuropas.

Besonderheiten

Bemerkenswert ist die späte Flugzeit dieser Spanner, die weit in den Herbst hineinreicht und sie von den meisten anderen einheimischen Schmetterlingsarten abhebt. Die Männchen fliegen nachts und werden von Lichtquellen angelockt. Die Weibchen der heimischen Epirrita-Arten besitzen voll entwickelte Flügel, sind jedoch oft träge. Die Gattung Epirrita gilt als taxonomisch anspruchsvoll, da die äußere Variabilität der Arten enorm ist. Verwechslungen untereinander sowie mit verwandten Arten der Gattung Operophtera sind häufig. In der Forschung dienen die Herbstspanner als Indikatorarten für Waldgesundheit und phänologische Veränderungen im Zuge des Klimawandels.