Eichelbohrer (Curculio glandium)
Name
Eichelbohrer (Curculio glandium)
Familie
Rüsselkäfer (Curculionidae)
Körpergröße
4 bis 8 mm
Merkmale
Der Eichelbohrer ist ein mittelgroßer Rüsselkäfer mit dem für Curculio-Arten typischen, auffällig langen und gebogenen Rüssel, der bei den Weibchen besonders ausgeprägt ist und nahezu Körperlänge erreichen kann. Die Oberseite ist braun bis rotbraun gefärbt und mit hellen, schuppenartigen Härchen bedeckt, die ein leicht gemustertes Erscheinungsbild erzeugen. Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal ist das Fehlen eines Schuppenkamms am hinteren Ende der Flügeldecken – ein Merkmal, das den Eichelbohrer klar vom ähnlichen Haselnussbohrer (Curculio nucum) unterscheidet.
Lebensraum
Der Eichelbohrer besiedelt Laub- und Mischwälder mit Eichenbewuchs, da er in seiner Entwicklung eng an Eichen gebunden ist. Die Imagines ernähren sich von Eichenblättern und bohren zur Eiablage Löcher in unreife Eicheln, in denen die Larven heranwachsen. Die Erscheinungszeit der erwachsenen Käfer erstreckt sich von April bis September.
Besonderheiten
Die Weibchen nutzen ihren langen Rüssel, um Eicheln anzubohren und ein oder mehrere Eier tief im Inneren abzulegen. Die Larve frisst das Innere der Eichel aus und verlässt diese im Herbst, wenn die Eichel zu Boden fällt, durch eine rundliche Bohröffnung. Anschließend gräbt sie sich in den Erdboden ein. Dort verbringt sie in der Regel ein bis zwei Jahre, bevor sie sich verpuppt und schließlich als fertiger Käfer erscheint. Die Art ist in ganz Mitteleuropa verbreitet und gilt als nicht gefährdet. Bei der Bestimmung ist Verwechslungsgefahr mit anderen Curculio-Arten gegeben, weshalb das Fehlen des Schuppenkamms an den Flügeldecken als verlässliches Trennmerkmal herangezogen werden sollte.