Gemeine Getreidewanze (Eurygaster maura)
Name
Gemeine Getreidewanze (Eurygaster maura)
Familie
Schildkrötenwanzen (Scutelleridae)
Körpergröße
8,5 bis 10 mm Körperlänge
Merkmale
Die Gemeine Getreidewanze ist eine mittelgroße Wanze mit einem auffällig großen Schildchen (Scutellum), das den Hinterleib weitgehend bedeckt und ihr ein käferartiges Aussehen verleiht. Die Färbung der Imagines ist sehr variabel und reicht von gelblich-braun über graubraun bis hin zu dunkleren Tönen, oft mit feiner Musterung. Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal ist der Stirnkeil (Tylus), der bei dieser Art auf einer Ebene mit den Wangen liegt. Zudem ist das zweite Fühlerglied etwa doppelt so lang wie das dritte – ein verlässliches Unterscheidungsmerkmal gegenüber verwandten Arten.
Lebensraum
Die Gemeine Getreidewanze besiedelt bevorzugt trockene Wiesen, Magerrasen und Getreidefelder. Sie ist eine typische Art offener, warmer Lebensräume und kommt häufig in landwirtschaftlich genutzten Gebieten vor. Die Tiere überwintern als Imagines in der Bodenstreu oder unter Moos und werden ab dem Frühjahr wieder aktiv. Die Erscheinungszeit erstreckt sich von April bis Oktober.
Besonderheiten
Sowohl Larven als auch ausgewachsene Tiere saugen an Süßgräsern, darunter Knäuelgräser, Straußgräser und verschiedene Getreidearten. In manchen Jahren kann die Art auf Getreidefeldern erhebliche Schäden verursachen, da das Saugen an Ähren die Kornqualität mindert. Als Verwechslungsart gilt die Schildkrötenwanze (Eurygaster testudinaria), die mit 9 bis 11 mm etwas größer ausfällt. Beide Arten gehören zur Familie der Schildkrötenwanzen und sind einander sehr ähnlich, lassen sich aber anhand der Fühlerglieder und der Lage des Tylus sicher unterscheiden.