Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus)
Name
Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus)
Familie
Halictidae (Furchenbienen)
Körpergröße
Körperlänge 8–11 mm
Merkmale
Die Rotbeinige Furchenbiene ist eine mittelgroße Biene mit dem für Halictus-Arten typischen Längskiel am hinteren Rand des ersten Hinterleibssegments. Das auffälligste Merkmal der Weibchen sind die rotgelb gefärbten Hinterschienen und Tarsen, die der Art ihren deutschen Namen geben. Der übrige Körper ist schwarz mit hellen Haarbinden auf dem Hinterleib. Die Männchen hingegen sind in ihrer Färbung kaum von anderen Arten der Gattung zu unterscheiden und lassen sich nur durch genaue morphologische Untersuchung sicher bestimmen.
Lebensraum
Die Rotbeinige Furchenbiene besiedelt bevorzugt offene und halboffene Lebensräume wie Waldränder, Trockenrasen, Sandgruben und Steinbrüche. Sie benötigt grabbares, oft sandiges oder lehmiges Substrat für ihre Erdnester. Die Flugzeit erstreckt sich von April bis Oktober, wobei frühe Königinnen ab April erscheinen und die letzte Generation bis in den Herbst hinein aktiv ist.
Besonderheiten
Halictus rubicundus ist eine primitiv eusoziale Biene mit bemerkenswerter sozialer Flexibilität: Je nach Klima und Höhenlage kann die Art entweder eusozial mit Königin und Arbeiterinnen oder solitär leben – ein in der Bienenwelt seltenes Phänomen. Die Nester werden als Erdbauten angelegt. Als Bestäuber verschiedener Wildpflanzen und Nutzpflanzen hat die Art ökologische Bedeutung. Verwechslungen sind vor allem bei Männchen mit anderen Halictus-Arten möglich, weshalb eine sichere Bestimmung oft nur durch Spezialisten anhand mikroskopischer Merkmale gelingt.