Brauner Schnellkäfer (Athous subfuscus)
Name
Brauner Schnellkäfer (Athous subfuscus)
Familie
Schnellkäfer (Elateridae)
Körpergröße
Körperlänge 7,8–10,5 mm
Merkmale
Der Braune Schnellkäfer ist ein schlanker, langgestreckter Käfer mit charakteristisch parallelen Körperseiten. Die Oberseite ist braun bis rotbraun gefärbt und dicht graubraun behaart, was der Art ein mattes, samtig wirkendes Erscheinungsbild verleiht. Die Fühler sind gesägt und erreichen etwa die halbe Körperlänge. Typisch für Schnellkäfer ist der beweglich gegliederte Übergang zwischen Vorder- und Mittelthorax: Gerät der Käfer in Rückenlage, schleudert er sich mit einem hörbaren Klicklaut in die Luft – daher der Name Schnellkäfer. Die Larven, bekannt als Drahtwürmer, sind gelblich bis bräunlich, hart und zylindrisch.
Lebensraum
Der Braune Schnellkäfer besiedelt bevorzugt strukturreiche Lebensräume wie Waldränder, Lichtungen sowie Hecken-Biotope. Er ist in weiten Teilen Mittel- und Nordeuropas verbreitet und in geeigneten Lebensräumen noch recht häufig anzutreffen. Die adulten Käfer sind von Mai bis Juni aktiv und sitzen häufig auf Blüten oder Blättern krautiger Pflanzen und Sträucher. Die Larven leben im Boden, oft mehrere Jahre lang, bevor sie sich verpuppen.
Besonderheiten
Die Larven des Braunen Schnellkäfers, die sogenannten Drahtwürmer, leben im Boden und ernähren sich überwiegend von kleinen Bodentieren und anderem organischem Material. Die Art wurde früher teilweise als Pflanzenschädling beschrieben, doch experimentelle Untersuchungen konnten keinen Fraß an lebenden Wurzeln verschiedener Waldpflanzen nachweisen. Die Larven gelten daher nicht als typischer Wurzelschädling. Die Larvalentwicklung dauert in der Regel mehrere Jahre. Adulte Tiere können an Blättern, Knospen und Blüten beobachtet werden. Der Sprungmechanismus dient hauptsächlich der Flucht vor Fressfeinden und hilft dem Käfer, sich bei Bedrohung aus der Rückenlage zu befreien. Verwechslungen sind mit anderen braunen Athous-Arten möglich, etwa mit Athous haemorrhoidalis.