Birnen-Grünrüssler (Phyllobius pyri)
Name
Birnen-Grünrüssler (Phyllobius pyri)
Familie
Rüsselkäfer (Curculionidae)
Körpergröße
Körperlänge 6–7 mm
Merkmale
Der Birnen-Grünrüssler ist ein mittelgroßer Rüsselkäfer mit einem auffällig hell beschuppten, großen Schildchen. Die Färbung ist recht variabel und reicht von grünlich über bräunlich bis hin zu goldig schimmernden Tönen, da der Körper mit farbigen Metallschuppen bedeckt ist, die den Gesamteindruck bestimmen. Die Schuppen können mit der Zeit abgerieben werden, wodurch ältere Tiere matter wirken. Wie alle Rüsselkäfer besitzt die Art einen deutlich ausgeprägten Rüssel sowie gekniete Fühler mit einer Keule. Männchen und Weibchen unterscheiden sich in der Körperform; das Männchen ist im Vergleich etwas schlanker gebaut.
Lebensraum
Der Birnen-Grünrüssler besiedelt eine Vielzahl halboffener bis offener Lebensräume. Er ist typischerweise an Waldrändern, in Hecken-Biotopen sowie auf Wiesen anzutreffen, bevorzugt dort, wo Laubbäume und -sträucher wie Birne, Apfel, Weißdorn oder Hasel als Nahrungspflanzen vorhanden sind. Die Imagines fressen an Blättern verschiedener Rosengewächse und hinterlassen dabei charakteristische Fraßspuren an den Blatträndern. Die Erscheinungszeit der Käfer erstreckt sich von März bis Juli, mit einem Aktivitätsschwerpunkt im Frühjahr.
Besonderheiten
Eine bekannte Verwechslungsart ist Phyllobius vespertinus, der optisch kaum vom Birnen-Grünrüssler zu unterscheiden ist und als deutlich seltener gilt. Eine sichere Bestimmung beider Arten erfordert oft eine genaue Untersuchung morphologischer Merkmale. Die Larven des Birnen-Grünrüsslers entwickeln sich im Boden und ernähren sich dort von Pflanzenwurzeln. In Obstgärten und Baumschulen kann die Art gelegentlich als Schädling auftreten, da die Käfer junge Blätter und Knospen befressen. Trotz dieser wirtschaftlichen Relevanz gilt die Art als weit verbreitet und nicht gefährdet.