Ginster-Samenkäfer (Bruchidius villosus)
Name
Ginster-Samenkäfer (Bruchidius villosus)
Familie
Bohrkäfer (Chrysomelidae)
Körpergröße
Körperlänge 1,7–3,5 mm
Merkmale
Der Ginster-Samenkäfer ist ein sehr kleiner, gedrungen gebauter Käfer von nur 1,7 bis 3,5 mm Körperlänge. Der Körper ist oval und typisch für Samenkäfer (Bruchinae) kurz und kugelig gewölbt. Die Grundfärbung ist dunkelbraun bis schwärzlich, das Halsschild und die Flügeldecken sind dicht mit hellen, gelblich-weißen Härchen besetzt, die ein fleckiges Muster erzeugen. Die Fühler sind zur Basis hin hell gefärbt und werden zur Spitze hin dunkler. Die Hinterschenkel sind kräftig verdickt, was typisch für die Unterfamilie der Bruchinae ist.
Lebensraum
Der Ginster-Samenkäfer besiedelt vor allem trocken-warme, offene bis halboffene Lebensräume, in denen sein Wirtspflanzengespinst vorkommt. Typische Biotope sind Sandgruben, lichte Waldränder, Heide-Biotope sowie Gärten mit entsprechendem Pflanzenbewuchs. Entscheidend ist das Vorkommen von Ginster, bevorzugt des Besenginsters (Cytisus scoparius). Die Imagines sind von April bis August anzutreffen.
Besonderheiten
Der Ginster-Samenkäfer ist eng an seinen Wirt, den Besenginster (Cytisus scoparius), gebunden und gilt damit als oligophage Art. Die Larven entwickeln sich im Inneren der Ginsterschoten und fressen die Samen – ein Verhalten, das für Samenkäfer der Unterfamilie Bruchinae charakteristisch ist. Die Imagines ergänzen ihren Energiebedarf durch den Fraß an Blättern und Blüten der Wirtspflanze. Bruchidius villosus wurde ursprünglich in Europa heimisch, hat sich aber als eingeschleppte Art auch in Nordamerika etabliert, wo er als potenzieller biologischer Bekämpfer invasiver Ginsterarten diskutiert wird. Eine Verwechslung ist mit anderen kleinen Bruchinae-Arten möglich, die ebenfalls auf Hülsenfrüchtlern leben.