Besenginster (Cytisus scoparius)

Der giftige Besenginster (Cytisus scoparius) wächst an Wegrändern

Name

Besenginster (Cytisus scoparius)

Familie

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Merkmale

Der Besenginster ist ein aufrecht wachsender, sommergrüner Strauch, der Wuchshöhen von einem bis zu zwei Metern erreicht. Die Zweige sind charakteristisch grün, fünfkantig und rutenförmig, was der Pflanze auch außerhalb der Blütezeit ein unverwechselbares Erscheinungsbild verleiht. Die Blätter sind klein und dreiteilig gefiedert, an den oberen Zweigen oft nur einblättrig oder ganz reduziert. Die leuchtend goldgelben Schmetterlingsblüten erscheinen in großer Zahl entlang der Zweige und machen den Strauch zur Blütezeit zu einem auffälligen Blickfang. Die Früchte sind flache, schwarze Hülsen, die bei Reife mit einem hörbaren Knall aufspringen und die Samen weitschleudern.

Standort und Verbreitung

Der Besenginster besiedelt bevorzugt nährstoffarme, saure und trockene bis mäßig frische Böden. Er wächst an Wegrändern, auf Brachland, in Wiesen-Biotopen sowie an Waldrändern und Lichtungen. Die Art ist in weiten Teilen Europas heimisch und in Mitteleuropa weit verbreitet. Sie gilt als Pionierpflanze und besiedelt rasch offene, gestörte Flächen. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juni, in der die Bestäubung hauptsächlich durch Hummeln erfolgt.

Besonderheiten

Der Besenginster ist eine giftige Pflanze – alle Pflanzenteile enthalten Alkaloide, vor allem Spartein, das Herzrhythmusstörungen auslösen kann und für Mensch und Tier gefährlich ist. Trotz seiner Giftigkeit findet Cytisus scoparius in der Naturheilkunde und Homöopathie Anwendung, etwa bei Kreislaufstörungen. Seinen volkstümlichen Namen Besenstrauch verdankt die Pflanze einer langen Nutzungstradition: Die biegsamen, rutigen Zweige wurden früher zu Reisigbesen gebunden. Verwechslungen sind möglich mit dem Färberginster oder dem Deutschen Ginster, die ähnliche gelbe Blüten tragen, jedoch durch ihre Dornen oder abweichende Blattform unterscheidbar sind.