Braungelber Weidenblattkäfer (Lochmaea capreae)

Braungelber Weidenblattkäfer Lochmaea capreae

Name

Braungelber Weidenblattkäfer (Lochmaea capreae)

Familie

Blattkäfer (Chrysomelidae)

Körpergröße

Körperlänge ca. 5 mm

Merkmale

Der Braungelbe Weidenblattkäfer ist ein kleiner, gedrungen gebauter Blattkäfer mit einer Körperlänge von etwa 5 mm. Die Färbung ist, wie der deutsche Name bereits andeutet, braungelb bis gelbbraun, wobei die Flügeldecken oft etwas heller wirken als der Halsschild. Die Oberseite ist fein punktiert. Die Larven sind gelblich gefärbt mit dunklen Flecken und Borsten entlang des Körpers – ein typisches Merkmal vieler Blattkäferlarven.

Lebensraum

Der Braungelbe Weidenblattkäfer besiedelt Lebensräume, in denen Weiden (Salix), Pappeln (Populus) oder Birken (Betula) wachsen – also Auwälder, Ufergehölze, Waldränder, Feuchtwiesen mit Gehölzbestand sowie Parks und Gärten mit entsprechendem Baumbestand. Sowohl die erwachsenen Käfer als auch die Larven fressen ausschließlich an Blattgewebe dieser Wirtspflanzen, was zu charakteristischen Fraßspuren in Form von Fensterfraß oder durchgehenden Löchern führt. Die Tiere sind von April bis September anzutreffen.

Besonderheiten

Nach der Paarung legen die Weibchen von Mai bis Juli ihre Eier ab. Zur Verpuppung ziehen sich die Larven in den Erdboden zurück. Ab August erscheint die neue Generation der Adulttiere, die als Imago – also als fertig entwickelter Käfer – überwintert. Eine Verwechslungsgefahr besteht mit dem Lochmaea suturalis (Heideblattkäfer), der jedoch vorwiegend auf Heideflächen vorkommt und Heidekraut (Calluna vulgaris) als Wirtspflanze bevorzugt. Beide Arten sind äußerlich sehr ähnlich, unterscheiden sich aber deutlich in ihrer Habitatwahl.