Dornfühlerassel (Porcellio spinicornis)

Dornfühlerassel Porcellio spinicornis

Name

Dornfühlerassel (Porcellio spinicornis)

Familie

Porcellionidae

Körpergröße

Körperlänge 8–12 mm

Merkmale

Die Dornfühlerassel ist eine mittelgroße Landassel mit einem auffällig schwarzen Kopf, der ihr den Beinamen Schwarzkopfassel eingebracht hat. Der übrige Körper ist graubraun bis dunkelgrau gefärbt und trägt mehr oder weniger stark ausgeprägte gelbe Flecken, die je nach Individuum in Anzahl und Intensität variieren können. Der Körper ist wie bei allen Porcellio-Arten oval und leicht gewölbt, die Segmente sind deutlich gegliedert. Die Fühler, nach denen die Art benannt ist, weisen charakteristische dornartige Fortsätze auf.

Lebensraum

Die Dornfühlerassel besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen und ist ganzjährig aktiv. Bevorzugt werden kalkhaltige Standorte wie Steinbrüche, felsige Hänge und kalkhaltige Wälder. Auch im Siedlungsbereich ist die Art häufig anzutreffen, etwa an alten Mauern und unter Steinen. Darüber hinaus kommt sie im Uferbereich von Gewässern vor. Als wärmeliebende Art findet man sie besonders oft an sonnenexponierten, trockenen Standorten. Da sie ganzjährig aktiv ist, gibt es keine eingeschränkte Erscheinungszeit – sie kann das ganze Jahr über beobachtet werden.

Besonderheiten

Die Dornfühlerassel gehört zur artenreichen Familie der Porcellionidae und ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Wie alle Landasseln ist sie kein Insekt, sondern ein Krebstier, das sich vollständig an das Leben an Land angepasst hat. Sie atmet über kiemenähnliche Strukturen an den Hinterbeinen, die jedoch feucht gehalten werden müssen. Die Art ist calciphil, also kalkliebend, was ihre Vorliebe für Mauern, Felsen und kalkhaltige Böden erklärt. Verwechslungen sind möglich mit anderen Porcellio-Arten, jedoch hebt der markant schwarze Kopf die Dornfühlerassel deutlich hervor. Sie ernährt sich als Zersetzer von verrottenden Pflanzenteilen, Pilzen und Algen und übernimmt damit eine wichtige ökologische Rolle im Nährstoffkreislauf.