Schmalbiene Lasioglossum zonulum
Name
Lasioglossum zonulum
Familie
Halictidae (Furchenbienen)
Körpergröße
Körperlänge 8–10 mm
Merkmale
Lasioglossum zonulum ist eine kleine bis mittelgroße Schmalbiene mit einem schlanken, überwiegend dunkel gefärbten Körper. Charakteristisch sind die hellen, schmalen Haarbinden an den Hinterleibsrändern, die den einzelnen Segmenten ein deutlich gebändertes Erscheinungsbild verleihen. Der Kopf und die Brust sind fein behaart, während der Hinterleib eher glatt und glänzend wirkt. Die Weibchen besitzen an den Hinterbeinen eine deutliche Behaarung zum Pollentransport.
Lebensraum
Die Art besiedelt ein breites Spektrum offener bis halboffener Lebensräume: Wiesen-Biotope, Ruderalflächen, Wegränder, Brachen sowie Gärten gehören zu ihren bevorzugten Habitaten. Entscheidend ist das Vorhandensein vegetationsarmer, grabbarer Böden für die Nestanlage sowie ein ausreichendes Blütenangebot in der Umgebung. Überwinterte Weibchen sind bereits ab April aktiv, während die Hauptflugzeit der Männchen und neuen Weibchen von Juli bis September reicht.
Besonderheiten
Lasioglossum zonulum ist eine eusoziale bis primitiv-soziale Biene, die Erdnester in vegetationsarmen, oft sandigen oder lehmigen Böden anlegt. Die Weibchen können dabei sowohl solitär als auch in kleinen Gemeinschaften nisten. Als Generalistin besucht die Art eine Vielzahl verschiedener Blütenpflanzen (polylektisch) und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Bestäubung von Wildpflanzen und Kulturpflanzen. Eine häufige Verwechslungsart ist Lasioglossum leucozonium, von der sie sich äußerlich kaum unterscheiden lässt. In Deutschland gilt die Art als nicht gefährdet, ist jedoch wie viele Wildbienen auf das Vorhandensein strukturreicher Offenlandschaften angewiesen.