Weißbinden-Schmalbiene (Lasioglossum cf. leucozonium)
Name
Weißbinden-Schmalbiene (Lasioglossum leucozonium)
Familie
Halictidae (Furchenbienen)
Körpergröße
Körperlänge 7–10 mm
Merkmale
Die Weißbinden-Schmalbiene ist eine mittelgroße Vertreter der Schmal- bzw. Furchenbienen. Charakteristisch sind die auffälligen weißlichen Haarbinden am Hinterleib, die der Art ihren deutschen Namen geben. Die Grundfärbung des Körpers ist schwarz, der Thorax trägt eine dichte Behaarung. Männchen lassen sich von Weibchen unter anderem durch längere Fühler und eine schlankere Körperform unterscheiden. Die Beine der Weibchen tragen eine Scopae (Sammelbehaarung) zur Pollensammlung.
Lebensraum
Die Weißbinden-Schmalbiene besiedelt ein breites Spektrum offener und halboffener Lebensräume. Sie ist auf Wiesen, Ruderalflächen, in Gärten, an Wegrändern und auf Magerrasen anzutreffen – überall dort, wo ein ausreichendes Blütenangebot und geeignete Neststandorte vorhanden sind. Als Bodennisterin legt sie ihre Nester bevorzugt in lückig bewachsenen, besonnten Erdböden an. Die Flugzeit erstreckt sich von April bis Oktober.
Besonderheiten
Lasioglossum leucozonium gilt als eine der häufigeren Schmalbienen Mitteleuropas und zeigt ein primitiv eusoziales bis solitäres Verhalten – je nach Population können sowohl solitäre als auch gemeinschaftlich lebende Nester vorkommen. Sie besucht ein breites Spektrum an Blütenpflanzen und gilt als polylektisch. Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit der nahverwandten Lasioglossum zonulum sowie weiteren Arten der artenreichen Gattung Lasioglossum, weshalb eine sichere Bestimmung oft nur durch Experten unter dem Mikroskop möglich ist – daher auch die Bezeichnung "cf." im Artnamen des abgebildeten Männchens.