Gemeine Löcherbiene – das Weibchen
Die Weibchen der Gemeinen Löcherbiene sind geschickte Nestbauerinnen: Sie nutzen hohle Pflanzenstängel, verlassene Insekten-Fraßgänge und nehmen auch künstliche Nisthilfen wie Insektenhotels sehr gut an. Dort legen sie hintereinander liegende Brutzellen von etwa 10 mm Länge an und versorgen jede einzelne mit gesammeltem Pollen als Nahrungsvorrat für die Larven. Zum Pollentransport sind die Weibchen mit einer Bauchbürste ausgestattet – ein typisches Merkmal vieler Wildbienen. Besonders interessant: Die Gemeine Löcherbiene ist auf Korbblüter (Asteraceae) spezialisiert und besucht bevorzugt Pflanzen wie Margeriten, Flockenblumen oder Disteln. Dieses enge Blütenverhältnis macht sie zu einer wertvollen Bestäuberin dieser artenreichen Pflanzenfamilie.