Gemeine Löcherbiene (Heriades truncorum)
Name
Gemeine Löcherbiene (Heriades truncorum)
Familie
Megachilidae (Blattschneiderbienen)
Körpergröße
6–8 mm (Körperlänge)
Merkmale
Die Gemeine Löcherbiene ist eine kleine, kompakt gebaute Wildbiene mit überwiegend schwarzer Grundfärbung. Auffällig sind die hellen, gelblich-weißen Haarbinden auf dem Hinterleib, die dem Tier ein gebändertes Erscheinungsbild verleihen. Der Körper ist dicht und kurz behaart. Männchen sind an den gelblich aufgehellten Mundwerkzeugen und dem abgeflachten, abgestumpften Hinterleibsende erkennbar, während Weibchen eine ausgeprägte Bauchbürste (Scopa) zur Pollenernte tragen. Die Körperlänge beträgt bei beiden Geschlechtern 6 bis 8 mm.
Lebensraum
Die Gemeine Löcherbiene besiedelt strukturreiche, besonnte Lebensräume wie Waldränder, Lichtungen, Hecken-Biotope, Streuobstwiesen und Gärten. Sie ist in geeigneten Habitaten noch weit verbreitet und gilt als recht häufige Art. Als Nistplätze nutzt sie vorhandene Hohlräume in altem Totholz, Käferfraßgänge sowie Insektenhotels. Die Flugzeit erstreckt sich von Juni bis September.
Besonderheiten
Die Gemeine Löcherbiene ist ein ausgesprochener Nahrungsspezialist (Oligolektie) und sammelt Pollen fast ausschließlich von Korbblütlern (Asteraceae), besonders von Flockenblumen (Centaurea) und Schafgarben (Achillea). Die fertig gebauten Brutzellen werden mit Pflanzenharzen versiegelt, was der Art auch den Namen „Löcherbiene" eingebracht hat.