Rollassel Armadillidium opacum

Rollassel Armadillidium opacum

Name

Armadillidium opacum

Familie

Armadillidiidae

Körpergröße

8–12 mm (Körperlänge)

Merkmale

Armadillidium opacum ist eine mittelgroße Rollassel mit einer Körperlänge von 8 bis 12 mm. Wie alle Rollasseln der Gattung Armadillidium besitzt die Art einen gewölbten, oval-länglichen Körper, der aus mehreren übereinander greifenden Rückenschilden (Tergiten) besteht und es dem Tier ermöglicht, sich bei Gefahr zu einer vollständigen Kugel einzurollen. Die Grundfärbung ist meist dunkelgrau bis bräunlich-grau, oft mit einer matten, wenig glänzenden Oberfläche. Das entscheidende Bestimmungsmerkmal, das Armadillidium opacum von ähnlichen Arten der Gattung unterscheidet, sind zwei kleine, charakteristische Höcker am Stirnrand des Kopfschildes, die bei genauer Betrachtung gut erkennbar sind.

Lebensraum

Die Rollassel Armadillidium opacum bewohnt Waldränder sowie Bruchwälder und zeigt eine ausgeprägte Vorliebe für totholzreiche, kalkhaltige Laubwälder. Kalkhaltige Böden sind für die Art besonders wichtig, da Kalzium für den Aufbau des Exoskeletts benötigt wird. Die Tiere halten sich bevorzugt unter Totholz, Rinde, Laub und Steinen auf, wo ein feuchtes Mikroklima herrscht. Als Landasseln sind sie ganzjährig aktiv, zeigen jedoch in den warmen Monaten von Frühjahr bis Herbst die höchste Aktivität, während sie im Winter in tiefere Bodenschichten oder geschützte Verstecke ausweichen.

Besonderheiten

Armadillidium opacum gilt als eher seltene Art, die nur unregelmäßig nachgewiesen wird, was die Bestimmung im Feld zu einer besonderen Entdeckung macht. Wie alle Rollasseln ist sie ein Zersetzer, der sich von verrottendem Pflanzenmaterial, Totholz und Pilzen ernährt und damit eine wichtige Rolle im Nährstoffkreislauf des Waldbodens spielt. Die Art kann leicht mit anderen Vertretern der artenreichen Gattung Armadillidium verwechselt werden; neben dem Merkmal der Stirnhöcker sollte daher stets eine sorgfältige Gesamtbetrachtung erfolgen. Rollasseln sind im Gegensatz zu den meisten anderen Krebstieren vollständig an das Landleben angepasst, besitzen jedoch noch kiemenähnliche Atemorgane und sind daher auf feuchte Lebensräume angewiesen.