Brücken-Kreuzspinne – eine nachtaktive Jägerin an künstlichen Lichtquellen
Die Brücken-Kreuzspinne (Larinioides sclopetarius) ist eine clevere Opportunistin: Sie baut ihre Radnetze bevorzugt im Umfeld künstlicher Lichtquellen, wo nachts zahlreiche Insekten angelockt werden – ein gedeckter Tisch, den die Spinne geschickt zu nutzen weiß. An solchen Stellen finden sich häufig mehrere Exemplare nebeneinander, denn die Art ist vergleichsweise gesellig für eine Spinne. Tagsüber zieht sie sich in einen locker gesponnenen Schlupfwinkel zurück und wartet geduldig auf die Dunkelheit. Dieses Männchen wurde im Juli 2016 am Mittellandkanal bei Kolenfeld entdeckt – Brücken und Kanalbauten gehören zu den typischen Lebensräumen dieser Art.