Zauneidechse (Lacerta agilis)

Die Zauneidechse findet man in Sandgruben oder im Heide-Biotop

Name

Zauneidechse (Lacerta agilis)

Familie

Lacertidae (Echte Eidechsen)

Körpergröße

Körperlänge bis ca. 24 cm (inkl. Schwanz)

Merkmale

Die Zauneidechse zeigt einen auffälligen Geschlechtsdimorphismus. Männchen tragen zur Paarungszeit leuchtend grüne Flanken, die sich deutlich vom bräunlich-grauen Rücken mit hellen, dunkel umrandeten Augenflecken abheben. Weibchen und Jungtiere sind insgesamt unauffälliger braun gefärbt, ebenfalls mit charakteristischen Augenflecken entlang der Flanken. Der Körperbau ist gedrungener als bei der Smaragdeidechse, mit einem relativ breiten Kopf und kräftigen Gliedmaßen.

Lebensraum

Die Zauneidechse besiedelt wärmebegünstigte, halboffene Lebensräume mit sandigem oder lockerem Untergrund, der für die Eiablage unverzichtbar ist. Typische Biotope sind Sandgruben, Bahndämme, Heideflächen und Waldränder – so auch bei der Sandgrube in Poggenhagen, wo dieses Exemplar im Mai 2011 beobachtet wurde. Die Art ist tagaktiv und nutzt Sonnenplätze intensiv zur Thermoregulation. Die Aktivitätszeit erstreckt sich von März/April bis Oktober, wobei die Männchen im Frühjahr besonders auffällig in ihrem Prachtkleid erscheinen.

Besonderheiten

Wie alle heimischen Eidechsen kann die Zauneidechse ihren Schwanz bei Gefahr abwerfen (Autotomie); dieser wächst teilweise nach. Die Paarung findet im Mai statt, die Weibchen legen anschließend 5–14 Eier in selbst gegrabene Erdlöcher, wo diese durch Sonnenwärme ausgebrütet werden. In der Roten Liste Niedersachsens wird Lacerta agilis mit RL 3 (gefährdet) eingestuft. Hauptgefährdungsursachen sind der Verlust geeigneter Habitate durch Sukzession, Flächenversiegelung und intensive Landnutzung. Verwechslungen sind am ehesten mit der Waldeidechse (Zootoca vivipara) möglich, die jedoch schlanker gebaut ist und keine grünen Flanken aufweist.