Teichmolch (Lissotriton vulgaris)
Name
Teichmolch (Lissotriton vulgaris)
Familie
Salamandridae (Echte Salamander und Molche)
Körpergröße
7–11 cm Körperlänge
Merkmale
Der Teichmolch ist der häufigste und kleinste heimische Molch. Männchen tragen während der Laichzeit einen markanten, wellig gekerbten Rückenkamm, der sich ohne Unterbrechung bis zur Schwanzflosse erstreckt. Die Grundfärbung ist oberseits bräunlich bis graubraun, die Unterseite gelblich bis orange mit dunklen Flecken. Männchen zeigen zudem weiß-blaue Perlflecken an den Körperseiten. Weibchen sind unauffälliger, ohne Kamm, mit feiner Rückenstreifung. Beide Geschlechter besitzen einen seitlich abgeflachten Ruderschwanz.
Lebensraum
Der Teichmolch bevorzugt offenes oder halboffenes Grünland und ist anpassungsfähig: Man findet ihn in Gärten, Sandgruben, Steinbrüchen sowie in lichten Wäldern und Heckenlandschaften. Als Laichgewässer werden stehende oder schwach fließende, gut besonnte Kleingewässer, Teiche und Tümpel mit reicher Unterwasservegetation bevorzugt. Von Ende März bis Mai hält sich der Teichmolch zur Fortpflanzung im Wasser auf. Die Eier werden vom Weibchen einzeln in geknickte Blätter von Wasserpflanzen eingewickelt. Den Rest des Jahres lebt die Art vorwiegend an Land, versteckt unter Steinen, Totholz oder in der Bodenstreu.
Besonderheiten
Zur Balz zeigt das Männchen einen auffälligen Werbetanz vor dem Weibchen und fächelt mit dem Schwanz Pheromone in dessen Richtung. Die Larven entwickeln sich innerhalb weniger Wochen und verlassen das Wasser meist im Spätsommer. Teichmolche können bis zu zehn Jahre alt werden. Eine häufige Verwechslungsart ist der Bergmolch (Ichthyosaura alpestris), der jedoch eine leuchtend orangerote, ungefleckte Bauchseite besitzt. Der Teichmolch gilt in Deutschland als nicht gefährdet, leidet jedoch regional unter dem Verlust geeigneter Laichgewässer durch Trockenlegung und Gewässerverbauung.