Bergmolch (Ichthyosaura alpestris)

Den Bergmolch findet man in Wäldern die reich an Gewässern sind

Name

Bergmolch (Ichthyosaura alpestris)

Familie

Salamandridae (Echte Salamander und Molche)

Körpergröße

Körperlänge 7–12 cm

Merkmale

Der Bergmolch ist einer der farbenprächtigsten einheimischen Molche. Männchen tragen zur Laichzeit ein auffälliges Hochzeitskleid: Der Bauch leuchtet kräftig orange bis gelb-orange, die Flanken zeigen ein blau-weißes Muster mit dunklen Flecken. Der Rücken ist grau-bräunlich gefärbt. Weibchen sind insgesamt matter und bräunlicher, ebenfalls mit orangefarbenem Bauch. Beide Geschlechter besitzen eine glatte Haut. Das Männchen entwickelt während der Laichzeit einen niedrigen, kaum gezackten Rückenkamm – deutlich schlichter als beim Kammmolch.

Lebensraum

Der Bergmolch besiedelt kühle, feuchte Laub- und Mischwälder, die reich an Stillgewässern sind. Er bevorzugt höhere Lagen der Mittelgebirge, beispielsweise im Deister, Süntel und in den Bückebergen. Als Laichgewässer nutzt er Teiche, Tümpel, langsam fließende Bäche und Gräben, dabei werden auch kleine, beschattete Waldweiher angenommen. Bereits ab Anfang März wandern die Tiere in ihre Laichgewässer ein. Die Wasserphase dauert in der Regel bis Juni oder Juli, anschließend leben die Tiere versteckt an Land unter Steinen, Totholz und Laub.

Besonderheiten

Der Bergmolch ist auch unter dem Namen Alpenmolch bekannt und kommt in Europa von den Pyrenäen bis zum Balkan vor. Er gilt als relativ kältetolerant und kann in alpinen Regionen bis über 2.500 Meter Höhe angetroffen werden. Anders als viele Amphibienarten ist er weniger stark auf Wärme angewiesen, was seine frühe Erscheinungszeit im März erklärt. Verwechslungen sind am ehesten mit dem Fadenmolch möglich, der jedoch einen auffälligen Faden am Schwanz des Männchens trägt. In Deutschland steht der­ Bergmolch unter dem Schutz der Bundesartenschutzverordnung. Hauptgefährdungsursachen sind Gewässerverlust, landwirtschaftliche Intensivierung und der Einsatz von Pestiziden.